Impfungen
Für Indien werden je nach geplanter Reise einige Impfungen empfohlen
Impfplan
Beachten Sie auch die im österreichischen Impfplan enthaltenen Impfungen
Mückenschutz
Beachten Sie unsere Empfehlungen für Mückenschutz
Beratung
Wir berücksichtigen Ihre individuelle Situation für Ihren Impfplan

Österreichischer Impfplan

Vor jeder Fernreise sollten Sie prüfen, ob Ihre Standardimpfungen noch aktuell sind. Bringen Sie Ihren Impfpass einfach zu uns in die Tropenordination mit, wir werfen einen Blick darauf. Folgende "normale" österreichische Impfungen sollten überprüft werden: 

Bei Unklarheiten können wir in der Tropenordination auch Bluttests durchführen, um den bestehenden Impfstatus zu überprüfen. Dank Kombinationsimpfungen können wir durch zwei Impfungen alle "Kinderimpfungen" auffrischen.

Empfohlene Reiseimpfungen für Indien

Tollwut

Tollwut ist in Indien, insbesondere durch streunende Hunde, weit verbreitet. Die Übertragung erfolgt durch Bisse oder Kratzer infizierter Tiere.  Diese tödlich verlaufende Viruserkrankung erfordert eine umgehende medizinische Behandlung nach Kontakt mit Tieren.  Da in Indien nicht flächendeckend eine Postexpositionsprophylaxe ("Impfung danach") möglich ist, wird die Tollwutimpfung vor jeder Indienreise dringend empfohlen.

Typhus

Typhus stellt in Indien ein erhebliches Gesundheitsrisiko dar und wird primär durch den Konsum kontaminierter Lebensmittel oder die Einnahme verunreinigten Trinkwassers übertragen.  Das Infektionsrisiko ist insbesondere in ländlichen Regionen, während der Monsunzeit und in dicht besiedelten städtischen Gebieten erhöht. Die bakterielle Erkrankung kann zu hohem Fieber, Schwäche und schwerwiegenden Komplikationen führen. Eine weitere Herausforderung stellt die zunehmende Resistenz von Erregern gegenüber gängigen Antibiotika in Indien dar.

Die Typhusimpfung ist eine Standardimpfung für die meisten Indienreisenden.

Japan B Encephalitis

Die Japanische Enzephalitis kommt in Indien vor, ist jedoch regional unterschiedlich verbreitet. Speziell in ländlichen Gebieten mit Reisanbau, vor allem in den Bundesstaaten Uttar Pradesh, Bihar, Assam und Westbengalen, werden während und nach der Monsunzeit und den Sommermonaten Infektionen gehäuft gemeldet. Dabei handelt es sich um eine seltene, aber gefährliche Gehirnentzündung, die durch Mücken übertragen wird.

Denguefieber

Dengue-Fieber ist in Indien endemisch und wird durch tagaktive Mücken übertragen.  Das Infektionsrisiko ist insbesondere in städtischen Gebieten, Küstenregionen (Goa) und während der Regenzeit erhöht. Die Viruserkrankung kann zu hohem Fieber, starken Gelenkschmerzen und in schweren Fällen zu lebensbedrohlichen Komplikationen führen.

Seit 2023 steht ein Impfstoff gegen Dengue-Fieber zur Verfügung. Es handelt sich um eine zweiteilige Lebendimpfung, die im Abstand von drei Monaten vor der Abreise verabreicht werden muss. Bitte vereinbaren Sie daher einen Termin mindestens drei Monate vor Ihrem Abflug.

Chikungunya-Fieber

Das Chikungunya-Fieber, eine durch tagaktive Mücken übertragene Viruserkrankung, ist in Indien endemisch und kann zu langanhaltenden rheumatischen Beschwerden führen.  Es kommt in Indien immer wieder zu lokalen Ausbrüchen.  

Eine Impfung wird für alle Langzeitaufenthalte oder während einer Ausbruchssituation empfohlen.

Hepatitis A

Hepatitis A ist in Indien endemisch, betroffen ist das gesamte Land. Die Übertragung erfolgt primär über kontaminierte Lebensmittel oder Wasser.  Es handelt sich um eine Leberentzündung, die mit grippeähnlichen Symptomen und Gelbsucht einhergehen kann.  

Die Impfung gegen Hepatitis A wird für alle Reisenden nach Indien empfohlen.

Hepatitis B

Hepatitis B wird in Indien durch den Kontakt mit infiziertem Blut oder Körperflüssigkeiten übertragen, beispielsweise im Rahmen medizinischer Behandlungen, ungeschütztem Geschlechtsverkehr oder durch unsachgemäß durchgeführte Piercings und Tattoos.  Die Infektion kann zu chronischer Leberentzündung und Leberzirrhose führen.

Meningokokken

In Nordindien, einschließlich der Himalayaregion, tritt die Meningokokkenmeningitis gehäuft auf.  Für Individualreisende oder Personen, die mit Kindern in Kontakt kommen, wird diese Impfung empfohlen.  Insbesondere jüngere Reisende mit einfachen Reisebedingungen sollten sich impfen lassen. 

Cholera

Cholera tritt in Indien gelegentlich in Ausbrüchen auf, insbesondere nach Überschwemmungen oder in Gebieten mit mangelnder Trinkwasserversorgung. Die bakterielle Infektion führt zu schwerem Durchfall und kann ohne Behandlung lebensbedrohlich sein.

Gelbfieber

Indien ist gelbfieberfrei, jedoch ist die Impfung bei der Einreise aus einem Gelbfiebergebiet notwendig.
Wenn Sie zum Beispiel aus Afrika kommend einreisen, ist die Gelbfieberimpfungverpflichtend.

Malaria

- Malariafrei: Höhenlagen über 2.000 m (u. a. Bergregionen im Himalaya wie Ladakh, Himachal Pradesh, Sikkim).

- Minimales/Geringes Risiko (Großteil des Landes):

  • Alle Regionen unter 2.000 m, inklusive Großstädte und Standard-Touristenziele (Delhi, Agra, Rajasthan, Mumbai, Goa, Kerala).
  • Erreger: Überwiegend Plasmodium vivax.
  • Maßnahme: Konsequente Expositionsprophylaxe (Mückenschutz mit DEET/Icaridin, Moskitonetz). Keine Prophylaxe-Tabletten erforderlich.

- Mittleres Risiko (Regionale Foci):

  • Ländliche Regionen im Nordosten (Assam, Meghalaya, Arunachal Pradesh etc.) sowie waldreiche Distrikte in Zentral- und Ostindien (Odisha, Chhattisgarh, Jharkhand, Teile von Madhya Pradesh).
  • Höheres Risiko während/nach der Monsunzeit (ca. Juni bis November); vermehrte P.-falciparum-Übertragung.
  • Maßnahme: Mückenschutz plus Mitnahme einer Notfall-Standby-Therapie (z. B. Atovaquon/Proguanil); Chemoprophylaxe nur in seltenen Ausnahmefällen bei Langzeitaufenthalten in Hochrisikodistrikten.


In den letzten Jahren ist die Malaria bei Reisenden in Indien nur mehr selten aufgetreten. 

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Am Heumarkt 3/1/11

1030 Wien

Der richtige Mückenschutz in Indien

Da neben Malaria auch Viren wie Dengue-Fieber, Zika-Virus oder Chikungunya-Fieber durch Mücken übertragen werden, bildet ein konsequenter Schutz vor Stichen (Expositionsprophylaxe) Ihre wichtigste Verteidigungslinie.

Siehe unser Kapitel über Mückenschutz

Sonstige Gesundheitsgefahren

Neben impfpräventablen Infektionen wie Hepatitis A oder Tollwut gibt es in Indien bedeutsame Gesundheitsrisiken, gegen die kein Impfstoff existiert. Ein wirksamer Schutz ist hier nur durch konsequente Verhaltensmaßnahmen möglich:

  • Magen-Darm-Infektionen und multiresistente Keime („Delhi Belly“): Über verunreinigtes Wasser und kontaminierte Speisen verbreiten sich bakterielle Erreger sowie hartnäckige Parasiten (wie Amöben und Giardien). Zudem weist Indien weltweit mit die höchsten Raten an multiresistenten Darmbakterien (z. B. ESBL) auf. Trinken und nutzen Sie zum Zähneputzen ausschließlich industriell versiegeltes Wasser (auf intakten Verschlussdeckel achten), meiden Sie Eiswürfel, rohe Salate und ungeschältes Obst. Verzehren Sie Streetfood nur, wenn es direkt vor Ihren Augen frisch und kochend heiß zubereitet wurde.
  • Zika- und Chikungunya-Viren (Tagaktive Mücken): Beide Viren zirkulieren in weiten Teilen des Landes und werden durch Aedes-Mücken übertragen, die im Gegensatz zu Malaria-Mücken tagsüber und in der Dämmerung stechen (Zika birgt erhebliche Risiken für schwere Fehlbildungen des Fetus in der Schwangerschaft). Konsequenter Mückenschutz mit Repellents (DEET oder Icaridin) und körperbedeckender Kleidung ist auch tagsüber unerlässlich.
  • Scrub Typhus (Tsutsugamushi-Fieber): Vor allem in ländlichen Regionen, an Waldrändern und in feuchtem Buschwerk (vermehrt nach der Monsunzeit) übertragen mikroskopisch kleine Milbenlarven (Chiggers) bakterielle Rickettsien. Diese verursachen hohes Fieber, Kopfschmerzen und oft einen typischen schwarzen Schorf an der Einstichstelle (Eschar). Vermeiden Sie direkten Bodenkontakt im Unterholz und tragen Sie geschlossene, stichfeste Kleidung.
  • Extreme Luftverschmutzung (Feinstaub / Smog): In nordindischen Ballungsräumen (insbesondere im Großraum Neu-Delhi und der Gangesebene) erreichen die Feinstaubwerte (PM2.5) vor allem in den Wintermonaten (Oktober bis Februar) gesundheitsgefährdende Spitzen. Reisende mit Vorerkrankungen der Atemwege (Asthma, COPD) oder des Herz-Kreislauf-Systems sollten die aktuellen Messwerte prüfen und im Freien dicht sitzende FFP2-/N95-Masken tragen.
  • Höhenkrankheit (Akute Bergkrankheit): Bei Reisen in den indischen Himalaya (insbesondere bei Direktanflügen nach Leh/Ladakh auf rund 3.500 Metern) droht akute Höhenkrankheit. Planen Sie für die ersten 48 Stunden strikte körperliche Schonung ein und steigen Sie bei Trekkingtouren pro Tag nicht mehr als 300 bis 500 Höhenmeter auf.

Daher sollten sie, wenn sie nach einem Urlaub in Indien erkranken unbedingt von einem Tropenmediziner abgeklärt werden.

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Jede Reise ist einzigartig – und genau so sollte auch Ihre Gesundheitsvorsorge sein. In der Tropenordination in Wien nehmen wir uns Zeit für Sie. Wir besprechen Ihre genaue Reiseroute, berücksichtigen Ihren Reisestil sowie eventuelle Vorerkrankungen und erstellen einen maßgeschneiderten Impf- und Vorsorgeplan für Ihren Traumurlaub in Indien.

Häufige Fragen (FAQ)