FSME Impfung in Wien
Die FSME-Impfung schützt vor der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), einer durch Zecken übertragenen Viruserkrankung des Gehirns und Nervensystems. Österreich zählt zu den Ländern mit erhöhtem FSME-Risiko, weshalb die Impfung für Personen empfohlen wird, die sich regelmäßig im Freien aufhalten. Die Grundimmunisierung bietet einen wirksamen Schutz vor schweren Krankheitsverläufen und kann durch regelmäßige Auffrischungsimpfungen langfristig aufrechterhalten werden.
Impfung
Für Kinder und Erwachsene handelt es sich um eine dreiteilige Grundimmunisierung. Die Impfung ist ein Totimpfstoff, der in den Oberarm injiziert wird. Es sind in Österreich zwei gleichwertige Impfstoffe erhältlich. Die erste Auffrischungsimpfung ist nach drei Jahren erforderlich, danach bis zum 60. Lebensjahr alle fünf Jahre.
Impfschutz
Bereits nach zwei Teilimpfungen ist ein guter Schutz gegen FSME aufgebaut. Nach der vollständigen Grundimmunisierung beträgt der Impfschutz nahezu 100 %. Die erste Auffrischung sollte nach drei Jahren erfolgen, die weiteren alle fünf Jahre bis zum 60. Lebensjahr und danach wieder alle drei Jahre.
Titertest für FSME
Wie bei vielen Viruskrankheiten ist ein Titertest möglich. Der allgemein verwendete Titertest ist jedoch nicht sehr zuverlässig, da er mit anderen Impfungen wie Gelbfieber oder Japan B Enzephalitis interagieren kann. Darüber hinaus lässt sich die Schutzdauer nicht allein anhand der Titerhöhe bestimmen. Da die Kosten für den aussagekräftigen Neutralisationstest deutlich höher sind als die des Impfstoffs, wird allgemein empfohlen, alle fünf Jahre aufzufrischen, anstatt unsichere Titertests durchzuführen.
Betroffene Regionen
In Österreich gelten vor allem Niederösterreich, Oberösterreich, Steiermark, Kärnten, Burgenland, Tirol und Salzburg als Risikogebiete. Auch in Teilen Wiens und der anderen Bundesländer kann FSME vorkommen. Besonders in Mittel-, Ost- und Nordeuropa, aber auch in Teilen Asiens tritt FSME auf.
Weitere Informationen zu FSME
Diese durch Zecken übertragene Virusinfektion führt zu einer Entzündung des Gehirns und der Hirnhäute. In seltenen Fällen kann sie auch durch Rohmilchprodukte übertragen werden. Die Krankheit ist vor allem in Mittel- und Osteuropa bis hin nach Ostsibirien und Japan verbreitet. Nach einer Inkubationszeit von 2 bis 20 Tagen treten grippeähnliche Symptome wie Kopf- und Gliederschmerzen auf. Diese Symptome bilden sich meist von selbst zurück. Bei einigen Patienten kommt es jedoch in einer zweiten Krankheitsphase zu einer Entzündung des Gehirns und der Hirnhäute. Diese ist gekennzeichnet durch Fieber, Kopfschmerzen, Erbrechen, Bewusstseinsstörungen und Lähmungen.
Spezifische Therapie gibt es keine, es erfolgen lediglich symptomatische Maßnahmen.
Dank des FSME-Impfprogrammes ist die Erkrankung in Österreich selten geworden.
Krankheiten mit ähnlicher Verbreitung
- Borreliose
- Anaplasmose
- Babesiose
FAQ
Neben den üblichen lokalen Reaktionen wie Überwärmung, Schmerzen und Schwellung kann es auch zu Fieber kommen, des weiteren zu Kopfschmerzen.
FSME wird fast ausschließlich durch den Stich einer infizierten Zecke übertragen, in seltenen Fällen über den Genuss von nicht pasteurisierter Milch (z. B. von Ziegen oder Schafen).
Da die Impfung Teil des österreichischen Impfplans ist, sollten sich alle Österreicher, die sich auch gelegentlich in der Natur aufhalten, gegen diese Erkrankung impfen lassen.
Die FSME-Impfung wird für alle Personen empfohlen, die in Risikogebieten leben oder diese besuchen. Am besten impft man sich in Jänner oder Februar, also vor Beginn der Zeckensaison.