Impfungen für Südafrika

 

Bei Reisen nach Südafrika wird man dort von fast westliche Übernachtungs- und Hygienebedingungen erwartet, weshalb für kürzere und organisierte Reisen oft die Standardimpfungen des Österreichischen Impfplanes ausreichen.

Zu beachten ist aber die nicht unbeträchtliche Malariagefahr im Kruger NP und in einigen angrenzenden Gebieten.

Sollten sie unter einfacheren Bedingungen (Rucksack) unterwegs sein oder z.B. in einem Kinderheim arbeiten wollen, sind zusätzliche Impfungen notwendig.

Österreichischer Impfplan:

Zuerst sollte überprüft werden, ob die "normalen" österreichischen Impfungen wie Tetanus, Polio oder Masern aktuell sind. Bei Unklarheiten können wir in der Tropenordination auch Bluttests durchführen um den bestehenden Impfstatus zu überprüfen. Dank Kombiimpfungen können wir durch zwei Impfungen alle "Kinderimpfungen" auffrischen.

Die Durchführung der Hepatitis A & B Impfung ist absolut empfehlenswert.

Typhus:

Zu den Basisimpfungen für viele Reisen nach Afrika gehört auch die Typhusimpfung.

Tollwut:

Südafrika hat durch streunende Hunde ein zunehmendes Tollwutproblem. Nach einem Tierbiss muss unbedingt die "Impfung danach" in einem Krankenhaus durchgeführt werden. Für längere Aufenthalte oder bei Reisen in entlegenere Gebiete sollte vor dem Abflug gegen Tollwut geimpft werden.

Cholera:

Cholera gibt es in Südafrika, jedoch betrifft es nur den ärmsten Teil der Bevölkerung. Für Reisende aber bietet die Schluckimpfung jedoch einen kleinen Vorteil: sie schützt teilweise vor dem Reisedurchfall, sodass Touristen die zu Durchfallserkrankungen neigen sich diese Impfung überlegen sollten.

Meningokokken:

Für Individualreisende oder bei Kontakt mit Kindern sollte die Impfung gegen Meningokokken durchgeführt werden.

Gelbfieber:

Südafrika ist zwar gelbfieberfrei, verlangt aber bei der Einreise aus einem Gelbfiebergebiet die Bestätigung der erfolgten Impfung in einem Internationalen Impfpass. Gelbfieberimpfung ist erforderlich für alle Reisenden, die aus einem Gelbfieber-Infektionsgebieten kommen, sowie aus Eritrea, Sao Tome und Principe, Somalia, Tansania, Sambia und für Reisende, die sich auch nur im Transit auf einem Flughafen aufgehalten haben, der in einem Land mit Gelbfiebervorkommen liegt. Die Bestimmungen der Südafrikanischen Behörden haben sich in den letzten Jahren mehrmals geändert, sodass wir bei der Beratung auf die aktuellen Empfehlungen zugreifen werden.

Malaria:

Risikogebiete: Ganzjährig hohes Risiko n den Tiefebenen der Provinz Mpumalanga im Osten (inklusive des Krüger National Park und der benachbarten Provinzen), im Nordosten von Kwazulu-Natal (auch Tembe- und Ndumu-Wildreservat) und im Norden und Nordosten der Limpopo Provinz. Ein erhöhtes Übertragungsrisiko existiert in den Monaten Oktober bis Mai. Ein minimales Risiko besteht im Norden (im Nordosten bis Tugela Fluss, Nordwesten bis Swartwater so wie im Umfolozi- und Hluhluwe-Park).

Kein Malariarisiko: Städte und alle übrigen Gebiete

Übertragungsmonate: ganzjährige Gefährdung. Erhöhtes Risiko Oktober - Mai

Malariaart: 60 % Malaria tropica (P. falciparum)

Vorbeugung mit Medikamenten empfohlen (Chemoprophylaxe):
Oktober - Mai: in den Tiefebenen der Provinz Mpumalanga im Osten (einschließlich des Krüger National Park und der benachbarten Parks), im Nordosten von Kwazulu-Natal und im Norden und Nordosten der Limpopo Provinz. Ansonsten in den übrigen Malariaregionen Stand By ausreichend.

Nur Notfallmedikation empfohlen (Standby):
Juni - September: in den Tiefebenen der Provinz Mpumalanga im Osten (einschließlich des Krüger National Parks und der benachbarten Parks), im Nordosten von Kwazulu-Natal (Tembe- und Ndumu-Wildreservat) und im Norden und Nordosten der Limpopo Provinz.

Schutz vor Mückenstichen empfohlen: durch langärmelige Kleidung, Sprays, Cremes, Lotionen, Moskitonetze, etc.