Impfungen für Costa Rica

 

Welche Impfungen für Costa Rica notwendig sind, hängt nicht nur von der genauen Reiseroute, sondern auch von der Art der Reise ab. Für einen Badeurlaub an der Pazifischen Küste im Westen braucht man andere Impfungen, als für Reisende, die in San Jose in einem guten Hotel wohnen.

Speziell Reisende unter einfachen Bedingungen (Rucksack) und Langzeitreisende sollten auf jeden Fall ein Beratungsgespräch mit einem Tropenmediziner in Anspruch nehmen.

Österreichischer Impfplan:

Zuerst sollte überprüft werden, ob die "normalen" österreichischen Impfungen wie Tetanus, Polio oder Masern aufgefrischt wurden. Bei Unklarheiten um den bestehenden Impfstatus können wir in der Tropenordination auch Bluttests durchführen. Dank diverser Kombinationsimpfungen können wir durch zwei Impfungen alle "Kinderimpfungen" auffrischen.

Die Durchführung der Hepatitis A & B Impfung ist auf jeden Fall empfehlenswert.

Gelbfieber:

Es gibt in Costa Rica kein Gelbfieber, jedoch ist eine Gelbfieberimpfung erforderlich für alle Reisende, die aus Gelbfieber-Infektionsgebieten einreisen (mit Ausnahme von Argentinien, Panama, Trinidad und Tobago) und für Reisende, die sich länger als 12 Stunden im Transit auf einem Flughafen aufhalten, der in einem Land mit Gelbfiebervorkommen liegt. Als Gelbfieber-Endemiegebiete gelten die von der WHO als solche ausgewiesen sind.

Typhus:

Zu den Basisimpfungen für Reisende nach Costa Rica gehört die Typhusimpfung. Speziell bei Rucksackreisenden und für Langzeitaufenthalte in Costa Rica sollte diese Impfung durchgeführt werden.

Tollwut:

In Lateinamerika ist Tollwut nicht nur unter Hunden, sondern auch unter Fledermäusen verbreitet.

Da im Falle eines Tierbisses die Impfung in Costa Rica nicht überall erhältlich ist, sollten sich Rucksacktouristen gegen Tollwut vor der Abreise impfen lassen. Auch bei geplantem Tierkontakt oder bei Besuch von Höhlen sollte eine Tollwutimpfung durchgeführt werden.

Cholera:

Cholera ist in Costa Rica selten. Für Reisende aber bietet die Schluckimpfung jedoch einen kleinen Vorteil: sie schützt teilweise auch vor Reisedurchfall, sodass Touristen, die zu Durchfallserkrankungen neigen, diese Impfung durchführen sollten.

Meningokokken:

In Costa Rica ist das Meningokokkenrisiko etwas höher als in Europa, bei speziellen Risiken wie einer geplanter Arbeit in einem Kinderheim sollte gegen diese Krankheit geimpft werden.

Denguefieber:

Seit wenigen Jahren wird eine deutliche Zunahme an Denguefieber in Costa Rica gemeldet.

Seit 2014 ist im gesamten Karibischen Raum inklusive Costa Rica ein Ausbruch von Chikungunyafieber und zuletzt auch von Zikaviren zu verzeichnen. Auch Touristen sind öfters betroffen. Auf Mosquitoschutz tagsüber achten!

Malaria:

Risikogebiete: ganzjährig in den atlantischen Nordprovinzen, z.B. Limón/Huetar Atlantica. Minimales Risiko in den tiefer liegenden Landesteilen von Limón/Huetar Atlantica, Puntarenas/Brunca, Alajuela/Huetar Norte (Los Chiles), Guanacaste (Chorotega) und Heredia (Central Norte).

Kein Malariarisiko: Städte und die übrigen Landesteile

Übertragungsmonate: ganzjährige Gefährdung

Malariaart: überwiegend Malaria tertiana, ca. 2 % Malaria tropica

Stand-by Therapie mit einem geeigneten Malariamedikament in den meisten Fällen ausreichend.

Schutz vor Mückenstichen empfohlen: durch langärmelige Kleidung, Sprays, Cremes, Lotionen, Mosquitonetze.