Dengue-Impfung in Wien: Schutz mit Qdenga®
Das Dengue-Fieber breitet sich in beliebten Reisezielen (wie Thailand, Bali, Mittel- und Südamerika) rasant aus. In der Tropenordination am Stadtpark beraten wir Sie fachärztlich zur Schutzimpfung mit dem tetravalenten Impfstoff Qdenga® und führen die Immunisierung direkt vor Ort in 1030 Wien durch.
Das Wichtigste zur Impfung:
- Zulassung ab 4 Jahren: Schutz für Kinder und Erwachsene – sowohl für Personen, die bereits Dengue hatten, als auch für Erstinfizierte (kein vorheriger Antikörpertest erforderlich).
- Impfschema: Zwei Dosen im Mindestabstand von 3 Monaten. Ein relevanter Basisschutz besteht bereits rund zwei Wochen nach der ersten Teilimpfung.
- Vor Ort verfügbar: Der Lebendimpfstoff ist unter lückenloser Kühlkette direkt in unserer Ordination lagernd – kein Rezept- oder Apothekenweg nötig.
Impfung & Schutz
Die Dengue-Impfung erfolgt mit dem Lebendimpfstoff Qdenga® und umfasst zwei Impfdosen im Abstand von drei Monaten. Der Impfstoff ist seit 2023 für Reisende verfügbar.
Erste Schutzwirkungen können bereits 14 Tage nach der ersten Impfdosis erreicht werden. Studien zeigen einen Schutz von mindestens 4,5 Jahren, möglicherweise auch länger. Der optimale Zeitpunkt für eine Auffrischungsimpfung ist derzeit noch nicht abschließend geklärt.
Wie gut die Impfung vor einer Dengue-Erkrankung schützt, hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter eine eventuell bereits durchgemachte Dengueinfektion, sowie die in der Reiseregion gerade zirkulierenden Denguevirus-Serotypen.
Die Krankheit
Denguefieber ist eine weit verbreitete virale Erkrankung unter Touristen in Asien und Lateinamerika. Sie wird durch eine spezielle tagaktive Mücke (Aedes) übertragen. Nach einer Inkubationszeit von wenigen bis maximal 14 Tagen tritt ein hochfieberhafter, grippeartiger Infekt auf, der häufig von starken Gliederschmerzen begleitet wird. Gelegentlich kann auch ein Ausschlag auftreten. Es gibt keine spezifische Therapie, die Symptome können nur symptomatisch behandelt werden.
Es ist wichtig, dass kein Aspirin zur Fiebersenkung eingenommen wird, da dieses Medikament schwere Blutungen begünstigen kann.
In der Regel kommt es nach einigen Tagen zur Besserung und Ausheilung der Erkrankung. Gelegentlich entwickelt sich in einer zweiten Krankheitsphase ein schweres Krankheitsbild mit Schock und inneren Blutungen.
Eine Zweiterkrankung kann einen schweren Verlauf begünstigen. Daher sollten sich insbesondere Personen, die bereits einmal Denguefieber hatten, impfen lassen. Jedoch können auch Ersterkrankungen schwer verlaufen.
Betroffene Regionen
In erster Linie sind Touristen in Asien von Denguefieber bedroht. Speziell Thailand, Sri Lanka, Vietnam, Indonesien und Indien sind betroffen. Auch in Lateinamerika hat sich Denguefieber in den letzten Jahren verbreitet. Häufig erkranken Touristen in Brasilien, in der Karibik und in Mittelamerika. In Afrika ist die Erkrankung seltener, Touristen sind nur gelegentlich betroffen.
Ihre Dengue-Impfung
Wir erstellen einen auf Sie zugeschnittenen Impfplan, indem wir Ihre Reiseroute als Grundlage für die Beratung nutzen.
Zweite Dengue-Infektion: das Risiko steigt!
Wer bereits einmal an Dengue-Fieber erkrankt war, ist keineswegs dauerhaft geschützt: Es existieren vier verschiedene Serotypen des Virus (DENV-1 bis DENV-4). Nach einer durchgemachten Infektion besteht zwar eine lebenslange Immunität gegen denselben Virustyp, gegen die anderen drei Serotypen jedoch nur ein kurzzeitiger Teilschutz.
Das Phänomen der Antikörper-abhängigen Verstärkung (ADE):
Kommt es Monate oder Jahre später zu einer zweiten Ansteckung mit einem anderen Serotyp, können vorhandene, nicht-neutralisierende Antikörper dem neuen Virus sogar den Eintritt in Immunzellen erleichtern. Dieses immunologische Phänomen führt bei einer Zweitinfektion zu einem signifikant höheren Risiko für schwere Verläufe wie:
- Dengue-hämorrhagisches Fieber (DHF): Einbruch der Thrombozyten mit schweren inneren Blutungen.
- Dengue-Schock-Syndrom (DSS): Gefäßundichtigkeiten (Plasma-Leakage) mit lebensgefährlichem Blutdruckabfall.
Aus diesem Grund sprechen internationale Leitlinien und das österreichische Impfgremium für Personen mit einer nachgewiesenen früheren Dengue-Erkrankung vor erneuten Reisen in tropische Endemiegebiete eine ausdrückliche Impfempfehlung für Qdenga® aus.
Dengue-Titer & Serologie: Warum Antikörper-Tests tückisch sind
Häufig fragen uns Patienten, ob sie vor der Impfung ihr Blut auf Dengue-Antikörper untersuchen lassen sollen. Die serologische Diagnostik im Routinelabor hat jedoch zwei entscheidende Limitationen:
Kreuzreaktivität mit anderen Flaviviren:
Dengue-Viren sind eng mit anderen Flaviviren verwandt. Personen, die gegen FSME (Zeckenschutzimpfung) oder Gelbfieber geimpft sind oder Kontakt mit dem Zika- bzw. West-Nil-Virus hatten, weisen im Standard-ELISA-Test häufig falsch-positive Dengue-IgG-Antikörper auf.
Keine Testpflicht für die Impfung:
Im Gegensatz zum alten Vorgänger-Impfstoff (Dengvaxia®) ist für die Impfung mit Qdenga® vorab kein serologischer Antikörpernachweis vorgeschrieben. Der Impfstoff ist sowohl für seropositive als auch für seronegative Reisende ab 4 Jahren zugelassen.
Hatten Sie in der Vergangenheit bereits ein unklares Tropenfieber, ordnen unsere Fachärzte für Infektiologie und Tropenmedizin die Befunde gerne differenzialdiagnostisch für Sie ein.
Krankheiten mit ähnlicher Verbreitung
- Gelbfieber
- Zika-Virus
- Japanische Encephalitis
FAQ
Da es sich um eine Lebendimpfung handelt, kann es gelegentlich 8 bis 12 Tage nach der Erstimpfung zu fieberhaften Reaktionen und Ausschlägen kommen. Dieses sogenannte „Impfdengue“ ist selbstlimitierend. Es ist jedoch ratsam, den Impftermin so zu wählen, dass berufliche oder private Aktivitäten nicht beeinträchtigt werden.
Nein, ein vorheriger serologischer Nachweis ist für die Verabreichung von Qdenga® formal nicht zwingend vorgeschrieben. Leider können die verfügbaren Titertests durch Kreureaktionen falsch positiv sein, weshalb ein positiver Titer kaum verwertbar ist.
In erster Linie sollen sich Personen, die bereits einmal erkrankt sind, vor einer neuerlichen Reise impfen lassen. Auch bei geplantem Langzeitaufenthalt oder bei zusätzlichen Risikofaktoren ist die Impfung in Betracht zu ziehen.
In Einzelfällen kann auch eine einmalige Impfung (off-label) erwogen werden. Diese sollte mindestens 14 Tage vor der Abreise erfolgen, die zweite Impfung soll nach dem Urlaub nachgeholt werden.
Der Impfstoff wird in zwei Dosen im Abstand von drei Monaten verabreicht. Der vollständige und anhaltende Schutz ist erst nach der zweiten Dosis gegeben. Mit der Impfung sollte daher mindestens 3 Monate vor dem Abflug gestartet werden.
In speziellen Fällen, kann auch eine nur einmalige Impfung (off label) vor der Abreise erwogen werden.
Qdenga® kann gemäß Fachinformation zeitgleich mit Totimpfstoffen (z. B. Hepatitis A) verabreicht werden. Bei Kombination mit anderen Lebendimpfungen (z. B. Gelbfieber) ist entweder die simultane Gabe an getrennten Injektionsstellen oder ein Mindestabstand von 4 Wochen einzuhalten. Wir erstellen mit Ihnen ein optimales Impfschema im Beratungsgespräch.
Neben einer Impfung kann und soll man sich auch mit konsequentem Mückenschutz schützen, wie zum Beispiel mit langärmeliger Kleidung, Mückensprays und Moskitonetzen.
Ja. Im Gegensatz zum Vorgängerimpfstoff Dengvaxia® ist Qdenga® unabhängig vom vorherigen Antikörperstatus (seronegativ oder seropositiv) zugelassen. Ein vorheriger Antikörpertest ist laut Zulassung und Fachgremien vor der Impfung nicht verpflichtend erforderlich.
Ist der empfohlene 3-Monats-Abstand vor Abreise zeitlich nicht mehr realisierbar, kann im Einzelfall die erste Dosis bereits vor der Reise verabreicht werden, da Studien eine relevante Schutzwirkung bereits nach der ersten Teilimpfung belegen. Die zweite Dosis wird dann planmäßig nach der Rückkehr nach mindestens 3 Monaten komplettiert (off label).
Die Indikationsprüfung und Verabreichung des Impfstoffs Qdenga® wird in der Tropenordination am Stadtpark (Am Heumarkt 3/1/11, 1030 Wien) nach vorheriger Online- oder telefonischer Terminvereinbarung durchgeführt.