Dengue-Impfung in Wien: Schutz mit Qdenga®

Das Dengue-Fieber breitet sich in beliebten Reisezielen (wie Thailand, Bali, Mittel- und Südamerika) rasant aus. In der Tropenordination am Stadtpark beraten wir Sie fachärztlich zur Schutzimpfung mit dem tetravalenten Impfstoff Qdenga® und führen die Immunisierung direkt vor Ort in 1030 Wien durch.

Das Wichtigste zur Impfung:

  • Zulassung ab 4 Jahren: Schutz für Kinder und Erwachsene – sowohl für Personen, die bereits Dengue hatten, als auch für Erstinfizierte (kein vorheriger Antikörpertest erforderlich).
  • Impfschema: Zwei Dosen im Mindestabstand von 3 Monaten. Ein relevanter Basisschutz besteht bereits rund zwei Wochen nach der ersten Teilimpfung.
  • Vor Ort verfügbar: Der Lebendimpfstoff ist unter lückenloser Kühlkette direkt in unserer Ordination lagernd – kein Rezept- oder Apothekenweg nötig.
Krankheit
Denguefieber wird durch den Stich einer tagaktiven Tigermücke übertragen.
Risikogruppe
Alle Reisende in tropische und subtropische Gebiete Asiens, Amerikas und auch Afrikas. Betroffen sind auch Strände und Großstädte.
Impfschema
Es sind zwei Impfungen im Abstand von mindestens 3 Monaten notwendig. Die Impfung erfolgt subkutan.
Impfort
Am Heumarkt 3/1/11 1030 Wien

Impfung & Schutz

Die Dengue-Impfung erfolgt mit dem Lebendimpfstoff Qdenga® und umfasst zwei Impfdosen im Abstand von drei Monaten. Der Impfstoff ist seit 2023 für Reisende verfügbar. 

Erste Schutzwirkungen können bereits 14 Tage nach der ersten Impfdosis erreicht werden. Studien zeigen einen Schutz von mindestens 4,5 Jahren, möglicherweise auch länger. Der optimale Zeitpunkt für eine Auffrischungsimpfung ist derzeit noch nicht abschließend geklärt. 

Wie gut die Impfung vor einer Dengue-Erkrankung schützt, hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter eine eventuell bereits durchgemachte Dengueinfektion, sowie die in der Reiseregion gerade zirkulierenden Denguevirus-Serotypen.

Die Krankheit

Denguefieber ist eine weit verbreitete virale Erkrankung unter Touristen in Asien und Lateinamerika. Sie wird durch eine spezielle tagaktive Mücke (Aedes) übertragen. Nach einer Inkubationszeit von wenigen bis maximal 14 Tagen tritt ein hochfieberhafter, grippeartiger Infekt auf, der häufig von starken Gliederschmerzen begleitet wird. Gelegentlich kann auch ein Ausschlag auftreten.  Es gibt keine spezifische Therapie, die Symptome können nur symptomatisch behandelt werden.

Es ist wichtig, dass kein Aspirin zur Fiebersenkung eingenommen wird, da dieses Medikament schwere Blutungen begünstigen kann.

In der Regel kommt es nach einigen Tagen zur Besserung und Ausheilung der Erkrankung. Gelegentlich entwickelt sich in einer zweiten Krankheitsphase ein schweres Krankheitsbild mit Schock und inneren Blutungen.

Eine Zweiterkrankung kann einen schweren Verlauf begünstigen. Daher sollten sich insbesondere Personen, die bereits einmal Denguefieber hatten, impfen lassen.  Jedoch können auch Ersterkrankungen schwer verlaufen. 

Betroffene Regionen

In erster Linie sind Touristen in Asien von Denguefieber bedroht. Speziell Thailand, Sri Lanka, Vietnam, Indonesien und Indien sind betroffen. Auch in Lateinamerika hat sich Denguefieber in den letzten Jahren verbreitet. Häufig erkranken Touristen in Brasilien, in der Karibik und in Mittelamerika. In Afrika ist die Erkrankung seltener, Touristen sind nur gelegentlich betroffen.

Ihre Dengue-Impfung

Wir erstellen einen auf Sie zugeschnittenen Impfplan, indem wir Ihre Reiseroute als Grundlage für die Beratung nutzen.

Zweite Dengue-Infektion: das Risiko steigt!

Wer bereits einmal an Dengue-Fieber erkrankt war, ist keineswegs dauerhaft geschützt: Es existieren vier verschiedene Serotypen des Virus (DENV-1 bis DENV-4). Nach einer durchgemachten Infektion besteht zwar eine lebenslange Immunität gegen denselben Virustyp, gegen die anderen drei Serotypen jedoch nur ein kurzzeitiger Teilschutz.

Das Phänomen der Antikörper-abhängigen Verstärkung (ADE):

Kommt es Monate oder Jahre später zu einer zweiten Ansteckung mit einem anderen Serotyp, können vorhandene, nicht-neutralisierende Antikörper dem neuen Virus sogar den Eintritt in Immunzellen erleichtern. Dieses immunologische Phänomen führt bei einer Zweitinfektion zu einem signifikant höheren Risiko für schwere Verläufe wie:

  • Dengue-hämorrhagisches Fieber (DHF): Einbruch der Thrombozyten mit schweren inneren Blutungen.
  • Dengue-Schock-Syndrom (DSS): Gefäßundichtigkeiten (Plasma-Leakage) mit lebensgefährlichem Blutdruckabfall.

Aus diesem Grund sprechen internationale Leitlinien und das österreichische Impfgremium für Personen mit einer nachgewiesenen früheren Dengue-Erkrankung vor erneuten Reisen in tropische Endemiegebiete eine ausdrückliche Impfempfehlung für Qdenga® aus.

Dengue-Titer & Serologie: Warum Antikörper-Tests tückisch sind

Häufig fragen uns Patienten, ob sie vor der Impfung ihr Blut auf Dengue-Antikörper untersuchen lassen sollen. Die serologische Diagnostik im Routinelabor hat jedoch zwei entscheidende Limitationen:

Kreuzreaktivität mit anderen Flaviviren:

Dengue-Viren sind eng mit anderen Flaviviren verwandt. Personen, die gegen FSME (Zeckenschutzimpfung) oder Gelbfieber geimpft sind oder Kontakt mit dem Zika- bzw. West-Nil-Virus hatten, weisen im Standard-ELISA-Test häufig falsch-positive Dengue-IgG-Antikörper auf. 

Keine Testpflicht für die Impfung:

Im Gegensatz zum alten Vorgänger-Impfstoff (Dengvaxia®) ist für die Impfung mit Qdenga® vorab kein serologischer Antikörpernachweis vorgeschrieben. Der Impfstoff ist sowohl für seropositive als auch für seronegative Reisende ab 4 Jahren zugelassen.

Hatten Sie in der Vergangenheit bereits ein unklares Tropenfieber, ordnen unsere Fachärzte für Infektiologie und Tropenmedizin die Befunde gerne differenzialdiagnostisch für Sie ein.

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