Impfungen für Argentinien

 

Welche Impfungen für Argentinien notwendig sind, hängt von der Reiseroute und von der Art der Reise ab. Für eine Geschäftsreise nach Buenos Aires braucht man sicherlich weniger Impfungen als für eine Rucksacktour quer durch Argentinien.


Reisende unter einfachen Bedingungen (Rucksack) bzw. Langzeitreisende sollten auf jeden Fall ein Beratungsgespräch mit einem Tropenmediziner in Anspruch nehmen.

Österreichischer Impfplan:

Zuerst sollte überprüft werden, ob die "normalen" österreichischen Impfungen wie Tetanus, Polio oder Masern aufgefrischt werden müssen. Bei Unklarheiten können wir in der Tropenordination Bluttests durchführen, um den bestehenden Impfstatus zu überprüfen. Dank Kombinationsimpfungen können wir durch zwei Impfungen alle "Kinderimpfungen" auffrischen.

Die Durchführung der Hepatitis A & BImpfung ist absolut empfehlenswert.

Gelbfieber

Das durch Mosquitos übertragene Gelbfieber kommt in Argentinien ausschließlich ganz im Norden vor.

Wichtig für Touristen: Es besteht keine Impfvorschrift, aber eine Impfempfehlung für die Risikogebiete. Die WHO empfiehlt die Impfung allen Reisenden, die in die nördlichen und nordöstlichen Regionen reisen, inklusive Iguaçu-Wasserfälle und Grenzgebiete zu Brasilien und Paraguay. Als Risikogebiete gelten folgende Regionen: Misiones und Corrientes (Berón de Astrada, Capital, General Alvear, General Paz, Ituzaingó, Itatí, Paso de los Libres, San Cosme, San Miguel, San Martín und Santo Tomé). Vor allem für Besucher des Iguaçu National Parks und der Wasserfälle ist eine Schutzimpfung empfohlen.

Typhus:

Zu den Basisimpfungen für Reisende nach Argentinien gehört die Typhusimpfung. Speziell bei Rucksackreisenden und bei Langzeitaufenthalten sollte diese Impfung durchgeführt werden.

Tollwut:

In Argentinien ist Tollwut nicht nur unter Hunden, sondern auch unter Fledermäusen verbreitet.

Da im Falle eines Tierbisses die Impfung nicht überall erhältlich ist, sollten sich Rucksacktouristen gegen Tollwut vor der Abreise impfen lassen.

Cholera:

Cholera gibt es in Argentinien kaum. Für Reisende bietet die Schluckimpfung jedoch einen Vorteil: sie schützt teilweise auch vor Reisedurchfall, sodass Touristen, die zu Durchfallserkrankungen neigen, sich diese Impfung überlegen sollten.

Meningokokken:

In Argentinien ist das Meningokokkenrisiko etwas höher als in Europa, bei speziellen Risiken, wie bei einer geplanten Arbeit in einem Kinderheim, sollte gegen diese Krankheit geimpft werden.

Denguefieber:

Vorkommen: Ganzjährig landesweites mit regionalen Schwankungen. In den vergangenen Monaten wurden landesweit Erkrankungsfälle gemeldet.

Denguefieber wurde gemeldet aus Buenos Aires, Catamarca, Chaco, Chubut, Corrientes, Formosa, Jujuy, La Pampa, Misiones, Salta, Santa Fe, Santiago de Estero, Medoza und dem Dreiländerdreieck.

Auch Touristen sind gelegentlich betroffen. Auf Mosquitoschutz auch tagsüber achten!

Malaria:

Risikogebiete: minimales Risiko in den ländlichen Grenzgebieten zu Bolivien und zu Paraguay.
Die übrigen Gebiete gelten als malariafrei (einschl. Iguacu-Wasserfälle).