Impfungen
Für Sri Lanka werden einige Impfungen empfohlen
Impfplan
Beachten Sie auch die im österreichischen Impfplan enthaltenen Impfungen
Mückenschutz
Beachten Sie unsere Empfehlungen für Mückenschutz
Beratung
Wir berücksichtigen Ihre individuelle Situation für Ihren Impfplan

Österreichischer Impfplan

Vor jeder Fernreise sollten Sie prüfen, ob Ihre Standardimpfungen noch aktuell sind. Bringen Sie Ihren Impfpass einfach zu uns in die Tropenordination mit, wir werfen einen Blick darauf. Folgende "normale" österreichische Impfungen sollten überprüft werden: 

Bei Unklarheiten können wir in der Tropenordination auch Bluttests durchführen, um den bestehenden Impfstatus zu überprüfen. Dank Kombinationsimpfungen können wir durch zwei Impfungen alle "Kinderimpfungen" auffrischen.

Empfohlene Reiseimpfungen für Sri Lanka

Tollwut

Die Tollwut ist in Sri Lanka relativ häufig, insbesondere durch streunende Hunde und Affen. Eine Übertragung erfolgt durch Bisse oder Kratzer infizierter Tiere. Die tödlich verlaufende Viruserkrankung erfordert eine sofortige medizinische Behandlung nach einem möglichen Kontakt.
Da die benötigten Impfstoffe nach einem Biss nicht überall lagernd sind gehört die Tollwutimpfung zu den Basisimpfungen für Sri Lanka.

Typhus

Typhus wird auf Sri Lanka vor allem durch kontaminierte Nahrungsmittel oder verunreinigtes Trinkwasser übertragen. Besonders in ländlichen Gebieten und während der Monsunzeit steigt das Infektionsrisiko. Die bakterielle Erkrankung kann hohes Fieber, Schwäche und schwere Komplikationen verursachen.

Denguefieber

Das Dengue-Fieber ist auf Sri Lanka weit verbreitet und wird durch tagaktive Mücken übertragen. Besonders in städtischen und küstennahen Gebieten während der Regenzeit steigt das Risiko. Die Viruserkrankung kann hohes Fieber, starke Gelenkschmerzen und in schweren Fällen lebensbedrohliche Komplikationen verursachen.

Seit 2023 gibt es einen Impfstoff gegen Denguefieber. Es handelt sich um eine zweiteilige Lebendimpfung, welche im Abstand von 3 Monaten vor der Abreise verabreicht werden muss. Bitte kommen Sie deshalb mindestens 3 Monate vor dem Abflug zu uns.

Japan B Encephalitis

Die Japanische Enzephalitis kommt auf Sri Lanka vor, ist jedoch relativ selten. Speziell in ländlichen Gebieten mit Reisanbau, vor allem in den Provinzen Nordzentral, Nordwest und Uva, werden vereinzelt Infektionen gemeldet, vor allem während der Monsunzeit und der Sommermonate. Dabei handelt es sich um eine seltene, aber gefährliche Gehirnentzündung, die durch Mücken übertragen wird.

Chikungunya

Eine Impfung gegen Chikungunya ist für Reisende nach Sri Lanka in Ausbruchssituationen und bei längerem Aufenthalt empfohlen.

Cholera

Cholera tritt auf Sri Lanka gelegentlich in Ausbrüchen auf, insbesondere nach Überschwemmungen oder in Gebieten mit mangelnder Trinkwasserversorgung. Die bakterielle Infektion führt zu schwerem Durchfall und kann ohne Behandlung lebensbedrohlich sein. 

Hepatitis A

Die Hepatitis A kommt in Sri Lanka häufig vor, insbesondere in Regionen mit eingeschränkten Hygienestandards. Die Übertragung erfolgt meist über verunreinigte Lebensmittel oder Wasser. Dabei handelt es sich um eine Leberentzündung, die zu grippeähnlichen Symptomen und Gelbsucht führen kann. 

Hepatitis B

Die Hepatitis B wird in Sri Lanka durch Blut oder Körperflüssigkeiten übertragen, etwa bei medizinischen Behandlungen, ungeschütztem Geschlechtsverkehr oder durch unsaubere Piercings und Tattoos. Die Infektion kann zu chronischen Lebererkrankungen führen.

Malaria

Sri Lanka ist malariafrei.

Gelbfieber

Sri Lanka ist gelbfieberfrei, jedoch ist die Impfung bei der Einreise aus einem Gelbfiebergebiet notwendig.
Wenn Sie zum Beispiel aus Afrika kommend einreisen, ist die Gelbfieberimpfung verpflichtend.

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Am Heumarkt 3/1/11

1030 Wien

Der richtige Mückenschutz auf Sri Lanka

Da auf Sri Lanka neben Japan B Encephalitis auch virale Infektionen wie Dengue-Fieber, Zika oder Chikungunya-Fieber durch Mücken übertragen werden, bildet ein konsequenter Schutz vor Stichen (Expositionsprophylaxe) Ihre wichtigste Schutzmaßnahme.

Siehe unser Kapitel über Mückenschutz

Sonstige Gesundheitsgefahren

Gesundheitsrisiken in Sri Lanka ohne Impfung: Tagmücken, Leptospirose und Tiergefahren

Obwohl Sri Lanka seit 2016 von der WHO offiziell als malariafrei zertifiziert ist, gibt es auf der Insel wesentliche Gesundheitsgefahren, gegen die kein Impfschutz existiert. Das Risiko lässt sich vor allem durch gezielte Verhaltensmaßnahmen minimieren:

  • Chikungunya- und Zika-Viren (Tagaktive Mücken): Beide Viruserkrankungen zirkulieren auf der Insel und werden – ebenso wie Dengue – durch Aedes-Mücken übertragen, die tagsüber und in der Dämmerung stechen (Zika birgt erhebliche Risiken für Fehlbildungen bei einer Infektion in der Schwangerschaft). Da Moskitonetze am Tag nicht wirken, ist die konsequente Anwendung von Repellents mit DEET oder Icaridin auf freier Haut sowie helle, körperbedeckende Kleidung unerlässlich.
  • Leptospirose (Bakterien in Schlamm und Süßwasser): Sri Lanka weist weltweit eine der höchsten Inzidenzen für Leptospirose auf („Reisfeldfieber“). Die Erreger werden über den Urin von Ratten und Nutztieren in Wasser und feuchten Boden eingetragen und dringen über kleinste Hautverletzungen oder Schleimhäute in den Körper ein. Meiden Sie insbesondere nach starken Regenfällen und während der Monsunzeit das Waten in überfluteten Straßen, schlammigen Pfaden oder stehenden Süßgewässern.
  • Giftschlangenbisse: Sri Lanka zählt zu den Ländern mit den weltweit höchsten Raten an Giftschlangenbissen pro Kopf. Zu den relevanten Arten gehören die Kettenviper (Daboia russelii), der Indische Krait und Kobras. Tragen Sie bei Wanderungen, in Teeplantagen und in ländlichen Regionen stets feste, knöchelhohe Schuhe und lange Hosen, nutzen Sie bei Dunkelheit eine Taschenlampe und greifen Sie niemals unbesehen in dichtes Gebüsch oder Holzstapel.
  • Magen-Darm-Infektionen (Bakterielle und parasitäre Durchfälle): Verunreinigtes Leitungswasser und unzureichende Lebensmittelhygiene führen häufig zu Reisedurchfall. Trinken und nutzen Sie zum Zähneputzen ausschließlich industriell versiegeltes Wasser (auf intakten Verschluss achten), verzichten Sie auf Eiswürfel und meiden Sie ungeschältes Obst, rohe Salate sowie Speisen von Straßenständen, die länger ungekühlt gelagert wurden.
  • Gefährliche Meeresströmungen (Rip Currents): An vielen Stränden Sri Lankas (insbesondere an der Süd- und Westküste während des Südwestmonsuns sowie an der Ostküste während des Nordostmonsuns) herrschen extreme Unterströmungen und hoher Wellengang. Achten Sie strikt auf lokale Warnflaggen an den Stränden und baden Sie nur in ausgewiesenen, geschützten Buchten.

Daher sollten sie, wenn sie nach einem Urlaub auf Sri Lanka erkranken unbedingt von einem Tropenmediziner abgeklärt werden.

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Jede Reise ist einzigartig – und genau so sollte auch Ihre Gesundheitsvorsorge sein. In der Tropenordination in Wien nehmen wir uns Zeit für Sie. Wir besprechen Ihre genaue Reiseroute, berücksichtigen Ihren Reisestil sowie eventuelle Vorerkrankungen und erstellen einen maßgeschneiderten Impf- und Vorsorgeplan für Ihren Traumurlaub nach Sri Lanka.

Häufige Fragen (FAQ)