Impfungen
Für Vietnam werden einige Impfungen empfohlen
Impfplan
Beachten Sie auch die im österreichischen Impfplan enthaltenen Impfungen
Mückenschutz
Beachten Sie unsere Empfehlungen für Mückenschutz
Beratung
Wir berücksichtigen Ihre individuelle Situation für Ihren Impfplan

Österreichischer Impfplan

Vor jeder Fernreise sollten Sie prüfen, ob Ihre Standardimpfungen noch aktuell sind. Bringen Sie Ihren Impfpass einfach zu uns in die Tropenordination mit, wir werfen einen Blick darauf. Folgende "normale" österreichische Impfungen sollten überprüft werden: 

Bei Unklarheiten können wir in der Tropenordination auch Bluttests durchführen, um den bestehenden Impfstatus zu überprüfen. Dank Kombinationsimpfungen können wir durch zwei Impfungen alle "Kinderimpfungen" auffrischen.

Empfohlene Reiseimpfungen für Vietnam

Tollwut

Tollwut stellt in Vietnam ein signifikantes Gesundheitsrisiko dar, insbesondere in ländlichen Gebieten und Regionen mit einer hohen Population an streunenden Hunden. Die Übertragung erfolgt durch Bisse oder Kratzer infizierter Tiere, vor allem durch Hunde, aber auch durch Katzen und Affen.  Ohne zeitnahe medizinische Intervention nach Kontakt mit einem infizierten Tier verläuft die Erkrankung nahezu immer tödlich.  Es ist zu beachten, dass Impfstoffe gegen Tollwut in Vietnam nicht flächendeckend verfügbar sind.

Daher wird eine Impfung gegen Tollwut für die Mehrheit der Reisenden nach Vietnam empfohlen.

Denguefieber

Das Dengue-Fieber tritt in Vietnam ganzjährig auf, mit erhöhten Fallzahlen während der Regenzeit (Mai–Oktober). Besonders in den südlichen und zentralen Regionen wie Ho-Chi-Minh-Stadt, Hanoi, Da Nang oder Nha Trang kommt es regelmäßig zu Ausbrüchen, da die tagaktiven Mücken in stehenden Gewässern brüten. Die Infektion führt zu grippeähnlichen Symptomen und kann in schweren Fällen lebensbedrohlich sein.

Typhus

Die Typhus-Erkrankung tritt in Vietnam vereinzelt auf, vor allem in ländlichen Regionen oder Gebieten mit mangelnder Trinkwasserhygiene. In den Sommermonaten und während der Regenzeit steigt die Gefahr durch verunreinigte Lebensmittel oder Wasser. Typhus äußert sich durch hohes Fieber, Bauchschmerzen und Durchfall.

Japanische Encephalitis

Die Japanische Enzephalitis kommt in Vietnam vor, ist jedoch relativ selten. Speziell in ländlichen Gebieten mit Reisanbau, vor allem in den nördlichen und zentralen Regionen wie Red River Delta oder Mekong-Delta, werden vereinzelt Infektionen gemeldet, vor allem während der Sommermonate. Dabei handelt es sich um eine seltene, aber gefährliche Gehirnentzündung, die durch Mücken übertragen wird.

Cholera

Die Cholera ist in Vietnam sehr selten geworden, kann aber in ländlichen Gebieten mit schlechter Infrastruktur oder nach Überschwemmungen vereinzelt auftreten. Sie wird durch verunreinigtes Wasser oder Lebensmittel übertragen und führt zu schwerem Durchfall und Erbrechen.

Hepatitis A

Die Hepatitis A kommt in Vietnam vor, ist aber regional unterschiedlich verbreitet. Besonders in ländlichen Gebieten, auf Märkten oder in Straßenküchen mit niedrigen Hygienestandards steigt das Infektionsrisiko durch verunreinigte Lebensmittel oder Wasser. Es handelt sich um eine durch Viren ausgelöste Leberentzündung, die zu grippeähnlichen Symptomen und Gelbsucht führt.

Hepatitis B

Hepatitis B ist in Vietnam weit verbreitet und wird hauptsächlich durch Kontakt mit infiziertem Blut oder Körperflüssigkeiten übertragen.  Ein erhöhtes Risiko besteht insbesondere bei medizinischen Eingriffen in nicht-zertifizierten Kliniken, ungeschütztem Sex sowie Tätowierungen und Piercings. Die Krankheit kann chronisch werden und zu schweren Leberschäden führen.

Chikungunya

Das Chikungunya-Fieber  ist in Vietnam endemisch. Speziell bei längeren Reisen oder bei Ausbrüchen ist die Impfung empfohlen.

Malaria

Das Malariarisiko in Vietnam ist in den letzten Jahren drastisch gesunken. Für die meisten klassischen Rundreisen besteht kein Malariarisiko, eine medikamentöse Prophylaxe ist nur bei speziellen Routen erforderlich.

Risikoverteilung nach Regionen

  • Kein Risiko: Sämtliche Großstädte (Hanoi, Ho-Chi-Minh-Stadt, Da Nang), klassische touristische Küstenorte (Hoi An, Nha Trang) sowie das Mekong-Delta.
  • Geringes bis mäßiges Risiko: Abgelegene, bewaldete ländliche Gebiete, das zentrale Hochland (Central Highlands) sowie direkte Grenzregionen zu Laos und Kambodscha.

Empfohlener Schutz

  • Mückenschutz (Expositionsprophylaxe): Verwende Repellents mit DEET oder Icaridin, trage abends lange Kleidung und nutze Moskitonetze oder klimatisierte Räume. Dies schützt gleichzeitig effektiv vor Dengue-Fieber, das in ganz Vietnam verbreitet ist.
  • Medikamentöse Prophylaxe: Eine prophylaktische Tabletteneinnahme ist in der Regel nur bei mehrtägigen Aufenthalten oder Trekkingtouren tief in den bewaldeten Grenz- und Hochlandregionen indiziert. Eine persönliche tropenmedizinische Beratung vor Reiseantritt klärt den genauen Bedarf.

     

Verhalten im Krankheitsfall: Tritt während oder bis zu drei Monate nach der Reise Fieber auf, sollte dies umgehend von einem Spezialisten abgeklärt werden – mit Hinweis auf den Aufenthalt in Südostasien.

Mo - Mi:
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Am Heumarkt 3/1/11

1030 Wien

  • Es ist wichtig jedes Fieber auf Tropenkrankheiten wie Malaria oder Denguefieber abzuklären

    Dr. Gernot Müller, Facharzt für Infektiologe, Die Tropenordination

Der richtige Mückenschutz in Vietnam

Da neben Malaria auch Viren wie Dengue-Fieber, Zika-Virus oder Chikungunya-Fieber durch Mücken übertragen werden, bildet ein konsequenter Schutz vor Stichen (Expositionsprophylaxe) Ihre wichtigste Maßnahme gegen diese Erkrankungen.

Siehe unser Kapitel über Mückenschutz

Sonstige Gesundheitsgefahren

  • Gelegentlich werden bei Rückkehrern aus Vietnam auch exotische Krankheiten wie Leptospirose diagnostiziert, die durch Rattenurin in stehendem Wasser übertragen wird. Wer in überschwemmten Gebieten unterwegs ist oder in Flüssen badet, sollte daher besonders vorsichtig sein.
  • Ähnlich selten, aber ebenfalls bedrohlich ist das Tsutsugamushi-Fieber, das durch Milbenlarven übertragen wird und in ländlichen Regionen des Norden (z. B. Sapa) oder im Mekong-Delta auftritt.
  • Besonders Durchfallerkrankungen durch Bakterien, Viren oder Parasiten wie Amöben oder Lamblien treten oft auf, selbst bei Pauschaltouristen in guten Hotels.

Daher sollten sie, wenn sie nach einem Vietnamurlaub erkranken unbedingt von einem Tropenmediziner abgeklärt werden.

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Jede Reise ist einzigartig – und genau so sollte auch Ihre Gesundheitsvorsorge sein. In der Tropenordination in Wien nehmen wir uns Zeit für Sie. Wir besprechen Ihre genaue Reiseroute, berücksichtigen Ihren Reisestil sowie eventuelle Vorerkrankungen und erstellen einen maßgeschneiderten Impf- und Vorsorgeplan für Ihren Traumurlaub in Vietnam.

Häufige Fragen (FAQ)