Impfungen für Vietnam: Reisemedizinische Beratung
Ob Rundreise durch die Halong-Bucht, Strandurlaub auf Phu Quoc oder Trekking in den Bergregionen um Sapa: Eine Reise nach Vietnam erfordert eine gezielte reisemedizinische Vorbereitung – idealerweise mindestens 3 Monate vor Abreise.
Zu den wichtigsten Reiseimpfungen gehören Hepatitis A und Tollwut. Bei längeren Aufenthalten oder Reisen abseits der Städte sind Impfungen gegen Typhus und Japanische Enzephalitis dringend empfohlen. Zudem ist Dengue-Fieber landesweit verbreitet – wir prüfen Ihre Indikation für die Impfung mit Qdenga®. Wichtig zur Beruhigung: Die großen Metropolen und klassischen Küstenrouten gelten als malariafrei; ein Malariarisiko besteht vor allem im ländlichen zentralen Hochland.
In der Tropenordination am Stadtpark in 1030 Wien passen wir den Impfschutz präzise an Ihre Reiseroute an und halten alle Impfstoffe direkt vor Ort bereit.

Österreichischer Impfplan
Vor jeder Fernreise sollten Sie prüfen, ob Ihre Standardimpfungen noch aktuell sind. Bringen Sie Ihren Impfpass einfach zu uns in die Tropenordination mit, wir werfen einen Blick darauf. Folgende "normale" österreichische Impfungen sollten überprüft werden:
- Tetanus, Polio, Diphtherie, Keuchhusten
- Masern, Mumps, Röteln
- Hepatitis B
- je nach Alter auch HPV, Pneumokokken etc.
Bei Unklarheiten können wir in der Tropenordination auch Bluttests durchführen, um den bestehenden Impfstatus zu überprüfen. Dank Kombinationsimpfungen können wir durch zwei Impfungen alle "Kinderimpfungen" auffrischen.
Empfohlene Reiseimpfungen für Vietnam
Tollwut
Tollwut stellt in Vietnam ein signifikantes Gesundheitsrisiko dar, insbesondere in ländlichen Gebieten und Regionen mit einer hohen Population an streunenden Hunden. Die Übertragung erfolgt durch Bisse oder Kratzer infizierter Tiere, vor allem durch Hunde, aber auch durch Katzen und Affen. Ohne zeitnahe medizinische Intervention nach Kontakt mit einem infizierten Tier verläuft die Erkrankung nahezu immer tödlich. Es ist zu beachten, dass Impfstoffe gegen Tollwut in Vietnam nicht flächendeckend verfügbar sind.
Daher wird eine Impfung gegen Tollwut für die Mehrheit der Reisenden nach Vietnam empfohlen.
Denguefieber
Das Dengue-Fieber tritt in Vietnam ganzjährig auf, mit erhöhten Fallzahlen während der Regenzeit (Mai–Oktober). Besonders in den südlichen und zentralen Regionen wie Ho-Chi-Minh-Stadt, Hanoi, Da Nang oder Nha Trang kommt es regelmäßig zu Ausbrüchen, da die tagaktiven Mücken in stehenden Gewässern brüten. Die Infektion führt zu grippeähnlichen Symptomen und kann in schweren Fällen lebensbedrohlich sein.
Typhus
Die Typhus-Erkrankung tritt in Vietnam vereinzelt auf, vor allem in ländlichen Regionen oder Gebieten mit mangelnder Trinkwasserhygiene. In den Sommermonaten und während der Regenzeit steigt die Gefahr durch verunreinigte Lebensmittel oder Wasser. Typhus äußert sich durch hohes Fieber, Bauchschmerzen und Durchfall.
Japanische Encephalitis
Die Japanische Enzephalitis kommt in Vietnam vor, ist jedoch relativ selten. Speziell in ländlichen Gebieten mit Reisanbau, vor allem in den nördlichen und zentralen Regionen wie Red River Delta oder Mekong-Delta, werden vereinzelt Infektionen gemeldet, vor allem während der Sommermonate. Dabei handelt es sich um eine seltene, aber gefährliche Gehirnentzündung, die durch Mücken übertragen wird.
Cholera
Die Cholera ist in Vietnam sehr selten geworden, kann aber in ländlichen Gebieten mit schlechter Infrastruktur oder nach Überschwemmungen vereinzelt auftreten. Sie wird durch verunreinigtes Wasser oder Lebensmittel übertragen und führt zu schwerem Durchfall und Erbrechen.
Hepatitis A
Die Hepatitis A kommt in Vietnam vor, ist aber regional unterschiedlich verbreitet. Besonders in ländlichen Gebieten, auf Märkten oder in Straßenküchen mit niedrigen Hygienestandards steigt das Infektionsrisiko durch verunreinigte Lebensmittel oder Wasser. Es handelt sich um eine durch Viren ausgelöste Leberentzündung, die zu grippeähnlichen Symptomen und Gelbsucht führt.
Hepatitis B
Hepatitis B ist in Vietnam weit verbreitet und wird hauptsächlich durch Kontakt mit infiziertem Blut oder Körperflüssigkeiten übertragen. Ein erhöhtes Risiko besteht insbesondere bei medizinischen Eingriffen in nicht-zertifizierten Kliniken, ungeschütztem Sex sowie Tätowierungen und Piercings. Die Krankheit kann chronisch werden und zu schweren Leberschäden führen.
Chikungunya
Das Chikungunya-Fieber ist in Vietnam endemisch. Speziell bei längeren Reisen oder bei Ausbrüchen ist die Impfung empfohlen.
Malaria
Das Malariarisiko in Vietnam ist in den letzten Jahren drastisch gesunken. Für die meisten klassischen Rundreisen besteht kein Malariarisiko, eine medikamentöse Prophylaxe ist nur bei speziellen Routen erforderlich.
Risikoverteilung nach Regionen
- Kein Risiko: Sämtliche Großstädte (Hanoi, Ho-Chi-Minh-Stadt, Da Nang), klassische touristische Küstenorte (Hoi An, Nha Trang) sowie das Mekong-Delta.
- Geringes bis mäßiges Risiko: Abgelegene, bewaldete ländliche Gebiete, das zentrale Hochland (Central Highlands) sowie direkte Grenzregionen zu Laos und Kambodscha.
Empfohlener Schutz
- Mückenschutz (Expositionsprophylaxe): Verwende Repellents mit DEET oder Icaridin, trage abends lange Kleidung und nutze Moskitonetze oder klimatisierte Räume. Dies schützt gleichzeitig effektiv vor Dengue-Fieber, das in ganz Vietnam verbreitet ist.
Medikamentöse Prophylaxe: Eine prophylaktische Tabletteneinnahme ist in der Regel nur bei mehrtägigen Aufenthalten oder Trekkingtouren tief in den bewaldeten Grenz- und Hochlandregionen indiziert. Eine persönliche tropenmedizinische Beratung vor Reiseantritt klärt den genauen Bedarf.
Verhalten im Krankheitsfall: Tritt während oder bis zu drei Monate nach der Reise Fieber auf, sollte dies umgehend von einem Spezialisten abgeklärt werden – mit Hinweis auf den Aufenthalt in Südostasien.
Der richtige Mückenschutz in Vietnam
Da neben Malaria auch Viren wie Dengue-Fieber, Zika-Virus oder Chikungunya-Fieber durch Mücken übertragen werden, bildet ein konsequenter Schutz vor Stichen (Expositionsprophylaxe) Ihre wichtigste Maßnahme gegen diese Erkrankungen.
Siehe unser Kapitel über Mückenschutz
Sonstige Gesundheitsgefahren
- Gelegentlich werden bei Rückkehrern aus Vietnam auch exotische Krankheiten wie Leptospirose diagnostiziert, die durch Rattenurin in stehendem Wasser übertragen wird. Wer in überschwemmten Gebieten unterwegs ist oder in Flüssen badet, sollte daher besonders vorsichtig sein.
- Ähnlich selten, aber ebenfalls bedrohlich ist das Tsutsugamushi-Fieber, das durch Milbenlarven übertragen wird und in ländlichen Regionen des Norden (z. B. Sapa) oder im Mekong-Delta auftritt.
- Besonders Durchfallerkrankungen durch Bakterien, Viren oder Parasiten wie Amöben oder Lamblien treten oft auf, selbst bei Pauschaltouristen in guten Hotels.
Daher sollten sie, wenn sie nach einem Vietnamurlaub erkranken unbedingt von einem Tropenmediziner abgeklärt werden.
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Jede Reise ist einzigartig – und genau so sollte auch Ihre Gesundheitsvorsorge sein. In der Tropenordination in Wien nehmen wir uns Zeit für Sie. Wir besprechen Ihre genaue Reiseroute, berücksichtigen Ihren Reisestil sowie eventuelle Vorerkrankungen und erstellen einen maßgeschneiderten Impf- und Vorsorgeplan für Ihren Traumurlaub in Vietnam.
Häufige Fragen (FAQ)
Da Vietnam ein hohes Denguefieber-Risiko hat und die Impfung zwei Spritzen im Abstand von drei Monaten erfordert, empfehlen wir, mindestens drei Monate vor der Abreise mit den Impfungen zu beginnen. Aber auch für Last-Minute-Reisende sind die meisten Impfungen durch Schnellschemata möglich.
Reiseimpfungen sind in Österreich grundsätzlich Privatleistungen und werden nicht von den gesetzlichen Krankenkassen (wie der ÖGK) übernommen. Manche privaten Krankenzusatzversicherungen erstatten die Kosten jedoch teilweise oder ganz. Fragen Sie hierzu am besten direkt bei Ihrem Versicherungsberater nach.
Dengue-Fieber ist in ganz Vietnam ganzjährig verbreitet, mit Häufungen während der Monsunmonate. Sowohl ländliche Gebiete als auch Großstädte sind betroffen. Da die Überträger (Aedes aegypti und Aedes albopictus) vorwiegend tagsüber aktiv sind, ist ein konsequenter Mückenschutz mit DEET (30–50 %) oder Icaridin von morgens bis abends wichtig. Reisende ab 4 Jahren können mit dem tetravalenten Lebendimpfstoff Qdenga® geimpft werden (zwei Dosen im Abstand von drei Monaten; eine Einzeldosis vor der Reise bietet bereits einen deutlichen Basisschutz).
Eine vorbeugende Tollwutimpfung (Präexpositionsprophylaxe) wird für Vietnam dringend empfohlen. Das Land meldet anhaltend hohe Fallzahlen von Tollwut durch Hunde. Neben streunenden Hunden bergen auch Affen an beliebten Reisezielen – etwa am Monkey Mountain bei Da Nang – ein Expositionsrisiko. Außerhalb internationaler Privatspitäler in Hanoi und Ho-Chi-Minh-Stadt ist humanes Tollwut-Immunglobulin (RIG) bei Notfällen oft nicht verfügbar. Eine vorherige Grundimmunisierung verkürzt die postexpositionelle Therapie auf zwei Auffrischungsimpfungen und macht die Gabe von Immunglobulin überflüssig.
Die reisemedizinische Risikoanalyse, Impfberatung und Durchführung der Impfungen erfolgen direkt in der Tropenordination am Stadtpark (Am Heumarkt 3/1/11, 1030 Wien). Alle benötigten Impfstoffe – einschließlich Ixiaro®, Qdenga® und Tollwutimpfstoffe vor Ort verfügbar und können im Rahmen eines Termins verabreicht werden.