Impfungen für Nepal

 

Welche Impfungen für eine Nepalreise notwendig sind, hängt von der genauen Reiseroute und auch von der Art der Reise ab. Ein Bergsteiger, der mehrere Wochen im Himalayagebiet unterwegs ist, braucht sicherlich andere Impfungen als ein Geschäftsreisender für Kathmandu.

Speziell Reisende unter einfachen Bedingungen (Trekking) und Langzeitreisende sollten auf jeden Fall ein Beratungsgespräch mit einem Tropenmediziner in Anspruch nehmen.

Die große Höhe entlang von beliebten Trekkingrouten wie Annapurna oder Mt. Everest Base Camp bereitet vielen Probleme.
Dr. Ernst Wallis ist unser Spezialist in Sachen Bergsteigen und Höhenkrankheit. Gerne können sie sich einen Termin für eine Beratung ausmachen. Rufen sie uns an!

Österreichischer Impfplan:

Zuerst sollte überprüft werden, ob die "normalen" österreichischen Impfungen wie Tetanus, Polio oder Masern aktuell sind. Bei Unklarheiten können wir in der Tropenordination auch Bluttests durchführen, um den bestehenden Impfstatus zu überprüfen. Dank Kombinationsimpfungen können wir durch 2-3 Impfungen alle "Kinderimpfungen" auffrischen.

Die Durchführung der Hepatitis A & BImpfung ist absolut empfehlenswert.

Typhus:

Zu den Basisimpfungen für Nepalreisenden gehört die Typhusimpfung. Wohl ist diese Erkrankung dank Antibiotika inzwischen gut heilbar, aber speziell am Indischen Subkontinent gibt es zunehmend hochresistente Typhuserreger, sodass eine antibiotische Therapie schwierig werden kann.

Tollwut:

Nepal ist ein Land mit hohem Tollwutrisiko. Speziell in den Bergen können sie nach einem Tierbiss nicht zeitgerecht geimpft werden. Das ist der Grund, warum für die meisten Reisenden eine Tollwutimpfung dringend angeraten wird.

Japan B Encephalitis:

Die Japan B Encephalitis kommt in allen Tieflagen Nepals vor, Erkrankungen unter Touristen treten nur vereinzelt auf, sodass wir in erster Linie Nepalreisende mit speziellem Risiko (z.B. Aufenthalt im Terai z.B. im Chitwan National Park) impfen.

Cholera:

Cholera gibt es in Nepal, jedoch betrifft es nur den ärmsten Teil der Bevölkerung. Für Reisende aber bietet die Choleraschluckimpfung einen kleinen Vorteil: sie schützt teilweise vor Reisedurchfall, sodass Touristen, die zu Durchfallserkrankungen neigen, sich diese Impfung überlegen sollten.

Meningokokken:

Im Himalayagebiet kommt die Meningokokkenmeningitis gehäuft vor. Bei Individualreisenden oder bei Kontakt mit Kindern sollte diese Impfung durchgeführt werden.

Malaria:

Risikogebiete: Risiko in den südlichen ländlichen Regionen des Terai-Distriktes und entlang der indischen Grenze (z.B. im häufig von Touristen besuchten Royal Chitwan National Park v.a. im Juli - Oktober).

Kein Malariarisiko: Kathmandu, Pokhara und Nord-Nepal, Trekkingrouten im Himalaya.

Übertragungsmonate: ganzjährige Gefährdung mit erhöhtem Risiko während der Regenzeit.

Malariaart: 20% Malaria tropica (P. falciparum)

Nur Notfallmedikation empfohlen (Standby)

Schutz vor Mückenstichen empfohlen: durch langärmelige Kleidung, Sprays, Cremes, Lotionen, Moskitonetze, etc.