Impfungen für Bali & Indonesien: Schutz vor Tollwut & Dengue
Eine Reise nach Bali oder auf die indonesischen Nachbarinseln erfordert eine gezielte reisemedizinische Vorbereitung – idealerweise mindestens 3 Monate vor Abreise.
Auf Bali besteht durch streunende Hunde und Affen (z. B. im Monkey Forest Ubud) ein hohes Tollwutrisiko. Zudem ist die Insel Endemiegebiet für Dengue-Fieber. Während Bali und die Hauptzentren Javas als malariafrei gelten, besteht auf den östlichen Inseln (z. B. Sumba, Komodo, Flores oder Papua) weiterhin ein Malariarisiko.
In der Tropenordination am Stadtpark in 1030 Wien beraten wir Sie als Fachärzte für Infektiologie zu notwendigen Schutzimpfungen, klären über den berüchtigten „Bali Belly“ (Reisedurchfall) auf und halten alle Impfstoffe direkt vor Ort bereit.

Österreichischer Impfplan
Vor jeder Fernreise sollten Sie prüfen, ob Ihre Standardimpfungen noch aktuell sind. Bringen Sie Ihren Impfpass einfach zu uns in die Tropenordination mit, wir werfen einen Blick darauf. Folgende "normale" österreichische Impfungen sollten überprüft werden:
- Tetanus, Polio, Diphtherie, Keuchhusten
- Masern, Mumps, Röteln
- Hepatitis B
- je nach Alter auch HPV, Pneumokokken etc.
Bei Unklarheiten können wir in der Tropenordination auch Bluttests durchführen, um den bestehenden Impfstatus zu überprüfen. Dank Kombinationsimpfungen können wir durch zwei Impfungen alle "Kinderimpfungen" auffrischen.
Empfohlene Reiseimpfungen für Indonesien und Bali
Tollwut
Auf Bali und in vielen ländlichen Gegenden Indonesiens ist Tollwut ein ernstes Gesundheitsrisiko. Besonders gefährlich ist es dort, wo viele streunende Hunde leben, da diese das Virus übertragen können. In seltenen Fällen können auch Katzen oder Affen das Virus übertragen.
Tollwut wird meist durch Bisse oder Kratzer von infizierten Tieren übertragen. Schon ein kleiner Kratzer kann reichen. Ohne schnelle medizinische Hilfe ist Tollwut fast immer tödlich. Eine sofortige Behandlung nach Tierkontakt ist entscheidend. Leider sind in Indonesien nicht überall Impfstoffe verfügbar.
Allen Reisenden nach Indonesien und Bali, besonders bei Aufenthalten außerhalb der großen Städte oder bei Aktivitäten in der Natur, wird dringend eine Tollwutimpfung empfohlen. So können Sie dieses Risiko ausschließen und unbeschwert reisen.
Denguefieber
Dengue-Fieber ist in Indonesien und auf Bali ganzjährig endemisch, wobei die Häufigkeit während der Regenzeit (Oktober bis April) ansteigt. Betroffen sind auch die Touristengebiete und Städte.
Die Infektion zeigt sich durch grippeähnliche Symptome, darunter hohes Fieber, ausgeprägte Gliederschmerzen und einem Hautausschlag. In schweren Fällen kann es zu hämorrhagischem Dengue mit inneren Blutungen kommen.
Seit dem Jahr 2023 steht ein Impfstoff gegen Dengue-Fieber zur Verfügung. Es handelt sich um eine zweiteilige Lebendimpfung, die im Abstand von drei Monaten vor Reiseantritt verabreicht werden muss. Bitte vereinbaren Sie daher Ihren Termin mindestens 3 Monate vor dem geplanten Abflug.
Typhus
Typhus ist in Indonesien ein relevantes Risiko für Reisende, insbesondere bei Aufenthalten in ländlichen Gebieten unter einfachen Verhältnissen oder beim Verzehr von Straßenessen. Eine Typhusimpfung wird daher empfohlen, um sich vor einer Infektion zu schützen. Besonders wichtig ist die Impfung bei längeren Aufenthalten und Reisen in entlegene Regionen des Landes.
Japan B Encephalitis
Die Japanische Enzephalitis kommt in Indonesien vor, ist jedoch relativ selten. Speziell in ländlichen Gebieten mit Reisanbau, vor allem auf Java, Bali, Sumatra und Sulawesi, werden vereinzelt Infektionen gemeldet, vor allem während der Regenzeit und Sommermonate. Dabei handelt es sich um eine seltene, aber gefährliche Gehirnentzündung, die durch Mücken übertragen wird.
Chikungunya
Das Chikungunya-Fieber kommt in ganz Indonesien endemisch vor. Die Impfung ist für alle Langzeitreisenden und im Falle einer Ausbruchssituation empfohlen.
Malaria
Die Malaria kommt in Indonesien vor, ist aber regional unterschiedlich verbreitet. Besonders in ländlichen, bewaldeten Gebieten der östlichen Inseln wie West-Papua, Sumba, Nusa Tenggara Timur, Maluku oder Kalimantan gibt es Fälle. Bali und Java inkl. Jakarta gelten als malariafrei.
Die Krankheit wird durch den Stich von Anopheles-Mücken übertragen und kann – vor allem bei der gefährlichen Malaria tropica (Plasmodium falciparum) – zu schweren Verläufen mit Fieber, Schüttelfrost und Organversagen führen. Je nach Reiseroute ist daher an eine medikamentöse Prophylaxe zu denken.
Hepatitis A
Die Hepatitis A kommt in Indonesien und auf Bali vor, ist aber regional unterschiedlich verbreitet. Besonders in ländlichen Gebieten, auf Märkten oder in Straßenküchen mit niedrigen Hygienestandards steigt das Infektionsrisiko durch verunreinigte Lebensmittel oder Wasser. Es handelt sich um eine durch Viren ausgelöste Leberentzündung, die zu grippeähnlichen Symptomen und Gelbsucht führt.
Hepatitis B
Hepatitis B ist in Indonesien und auf Bali weit verbreitet und wird hauptsächlich durch Kontakt mit infiziertem Blut oder Körperflüssigkeiten übertragen. Ein erhöhtes Risiko besteht insbesondere bei medizinischen Eingriffen in nicht-zertifizierten Kliniken, ungeschütztem Sex sowie Tätowierungen und Piercings. Die Krankheit kann chronisch werden und zu schweren Leberschäden führen.
Gelbfieber
Indonesien und Bali sind zwar gelbfieberfrei, jedoch ist die Impfung bei der Einreise aus einem Gelbfiebergebiet erforderlich. Reisen Sie beispielsweise aus Afrika oder Lateinamerika ein, ist die Gelbfieberimpfung verpflichtend.
Der richtige Mückenschutz in Indonesien
Da neben Malaria auch Viren wie Dengue-Fieber, Zika-Virus oder Chikungunya-Fieber durch Mücken übertragen werden, bildet ein konsequenter Schutz vor Stichen (Expositionsprophylaxe) Ihre wichtigste Maßnahme gegen diese Krankheiten.
Lesen Sie hier mehr über Mückenschutz!
Sonstige Gesundheitsgefahren
- Leptospirose – eine bakterielle Infektion, die durch Kontakt mit verunreinigtem Süßwasser (z. B. in Flüssen, Reisfeldern oder stehenden Gewässern) in ländlichen Regionen Sumatras, Javas oder Sulawesis übertragen wird. Besonders nach Überschwemmungen oder in Gebieten mit Nagetierpopulationen besteht ein erhöhtes Risiko.
- Für Schwangere gilt wegen Zika eine Reisewarnung.
- Durchfallserkrankungen durch verschiedene Erreger wie Amöben, Lamblien sind in Indonesien und Bali häufig. Betroffen sind auch Pauschaltouristen in guten Hotels.
- Gelegentlich werden bei der Rückkehr aus Indonesien und Bali exotische und gefährliche Krankheiten wie Melioidose oder das Tsutsugamushi-Fieber (übertragen durch Milben in ländlichen Gebieten) beobachtet.
Daher sollten sie, wenn sie nach einem Urlaub in Indonesien oder Bali erkranken unbedingt von einem Tropenmediziner abgeklärt werden.
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Jede Reise ist individuell – und so sollte auch Ihre Gesundheitsvorsorge gestaltet sein. In der Tropenordination in Wien nehmen wir uns Zeit für Sie. Wir besprechen Ihre genaue Reiseroute, berücksichtigen Ihren Reisestil sowie mögliche Vorerkrankungen und erstellen einen maßgeschneiderten Impf- und Vorsorgeplan für Ihren Traumurlaub in Indonesien und Bali.
Häufige Fragen (FAQ)
Es wird empfohlen, mindestens drei Monate vor der Reise mit den Impfungen zu beginnen, da beispielsweise die Dengueimpfung zwei Dosen im Abstand von drei Monaten erfordert.
Auch bei kurzfristigen Reisen („Last Minute“) ist ein Besuch sinnvoll: Viele Impfungen (darunter Hepatitis A und Tollwut im Schnellschema) bauen bereits innerhalb weniger Tage einen wirksamen Schutz auf.
Reiseimpfungen sind in Österreich grundsätzlich Privatleistungen und werden nicht von den gesetzlichen Krankenkassen (wie der ÖGK) übernommen. Manche privaten Krankenzusatzversicherungen erstatten die Kosten jedoch teilweise oder ganz. Fragen Sie hierzu am besten direkt bei Ihrem Versicherungsberater nach.
Ja, eine vorbeugende Tollwut-Impfung ist für Bali dringend angeraten. Die Insel ist endemisches Tollwutgebiet mit regelmäßigen Bissverletzungen durch streunende Hunde sowie Affen (z. B. im Sacred Monkey Forest in Ubud). Vor Ort ist humanes Tollwut-Immunglobulin (RIG) bei Notfällen oft vergriffen oder nur schwer erhältlich. Eine vorherige Impfung vereinfacht die lebensrettende Behandlung nach einem Tierkontakt erheblich: Es werden lediglich zwei Auffrischimpfungen benötigt und kein Immunglobulin.
Dengue-Viren werden von tagaktiven Aedes-Mücken übertragen, die sich auch in touristischen Zentren (Canggu, Seminyak, Ubud) stark vermehren. Der Schutz basiert auf zwei Säulen:
- Konsequenter Mückenschutz: Verwendung von Repellents mit DEET (30–50 %) oder Icaridin auch tagsüber sowie helle, stichfeste Kleidung.
- Schutzimpfung: Mit dem Lebendimpfstoff (Qdenga®) steht eine wirksame Impfung für Personen ab 4 Jahren zur Verfügung (Grundimmunisierung: 2 Dosen im Abstand von 3 Monaten; eine Einzeldosis vor Abreise bietet bereits relevanten Basisschutz).
Die reisemedizinische Beratung, Risikoanalyse nach Reiseroute und Verabreichung aller Impfstoffe erfolgt direkt in der Tropenordination am Stadtpark (Am Heumarkt 3/1/11, 1030 Wien). Sämtliche Reise- und Tropenimpfstoffe sind direkt vor Ort gelagert und sofort verfügbar.