Tollwutimpfung in Wien: Schutz bei Tierbissen

Eine Tollwutinfektion (Rabies) verläuft nach dem Auftreten erster Symptome ausnahmslos tödlich. In vielen beliebten Reisedestinationen – insbesondere in Südostasien (wie Thailand, Bali, Vietnam), Indien sowie Afrika und Lateinamerika – stellen Bisse oder Kratzer durch streunende Hunde, Katzen und Affen ein ernstes Risiko dar.

Der entscheidende Vorteil der vorbeugenden Impfung:

Wer vor Reiseantritt geimpft ist, gewinnt im Ernstfall lebenswichtige Sicherheit. Nach einem Tierkontakt entfällt die Notwendigkeit des weltweit oft schwer bis gar nicht verfügbaren Tollwut-Immunglobulins (RIG). Es sind nach einer Exposition lediglich zwei einfache Auffrischungen erforderlich, um den Schutz zuverlässig zu aktivieren – das nimmt bei Zwischenfällen im Ausland den akuten Zeitdruck.

In der Tropenordination am Stadtpark in 1030 Wien beraten wir Sie als erfahrene Reisemediziner zu Ihrem individuellen Reiserisiko und halten die Impfstoffe Verorab® und Rabipur® lückenlos gekühlt vor Ort bereit.

Krankheit
Virusinfektion übertragen durch Hunde- oder andere Tierbisse.
Risikogruppe
Rucksacktouristen in den Tropen und Subtropen haben ein erhöhtes Risiko.
Impfschema
Drei Teilimpfungen im Abstand von 0-7-21 (28) Tagen.
Impfort
Die Tropenordination - Tropeninstitut Wien Mitte

Impfung

Tollwut-Impfung: Schutz vor und nach dem Tierbiss

Die Tollwut ist eine tödliche Virusinfektion, die fast immer durch den Speichel infizierter Tiere (meist Hunde oder Fledermäuse) übertragen wird. Ein vollständiger Impfschutz ist die einzige Rettung, da die Krankheit nach Ausbruch der Symptome nicht mehr heilbar ist. Wir unterscheiden zwischen dem Schutz vor der Reise (Vorsorge) und der lebenswichtigen Behandlung nach einem möglichen Kontakt (Notfall).

  • Vorsorge-Impfung (Prä-Expositionsprophylaxe): Diese Impfung ist für Reisende in Endemiegebiete, bei Langzeitaufenthalten oder Abenteuerurlaub dringend empfohlen. Der moderne Totimpfstoff wird, entgegen alten Gerüchten, unkompliziert in den Oberarmmuskel gespritzt und ist gut verträglich.

    - Standardschema: Für Kinder und Erwachsene sind drei Teilimpfungen erforderlich (Tag 0, 7, 21-28). 

    - „Last Minute“-Schema: Ist die Zeit bis zur Abreise extrem kurz, kann ein Schnellschema (Tage 0, 3, 7) angewendet werden. Alternative ist ein Zweidosenschema laut WHO.

  • Auffrischung (Booster): Bei Reisenden ohne dauerhaftes Risiko sind keine routinemäßigen Auffrischungen nötig. Bei fortbestehendem Risiko (z. B. beruflich) empfehlen Fachgesellschaften eine Titerkontrolle.
  • Notfall-Behandlung nach Tierbiss (Post-Expositionsprophylaxe): Hat Sie ein Tier gebissen, gekratzt oder Speichel auf eine Wunde gelangt, müssen Sie sofort handeln. Suchen Sie unverzüglich einen Arzt oder ein Krankenhaus auf, auch wenn Sie vorgeimpft sind!

    - Für Vorgeimpfte: Sie benötigen zwei zusätzliche Auffrischimpfungen (an den Tagen 0 und 3). Sie benötigen jedoch kein passives Tollwut-Immunglobulin.

    - Für Ungeimpfte: Dies ist ein absoluter medizinischer Notfall! Sie benötigen sofort passives Tollwut-Immunglobulin (Antikörper), das direkt in die Wunde gespritzt wird, sowie eine vollständige Impfserie (meist 4 bis 5 Dosen).

Impfschutz

Tollwut-Impfschutz: Wie zuverlässig wirkt die Impfung – und warum muss nach einem Biss nachgeimpft werden?

  • Nahezu 100 % Schutz vor der Reise: Nach einer vollständigen Grundimmunisierung baut das Immunsystem ein jahrzehntelanges Abwehrgedächtnis auf. Impfversager sind bei gesunden Menschen praktisch ausgeschlossen.
  • Warum die Nachimpfung nach einem Biss lebenswichtig ist: Da eine Tollwut-Infektion ohne Behandlung immer tödlich verläuft, wird nach jedem verdächtigen Tierkontakt dem Immunsystem sofort nachgeholfen: Zwei rasche Auffrischungsimpfungen (an Tag 0 und Tag 3) kurbeln die Antikörperproduktion explosionsartig an, bevor das Virus das Nervensystem erreichen kann.
  • Der entscheidende Vorteil für Reisende: Wer vorgeimpft ist, benötigt nach einem Biss kein Tollwut-Immunglobulin (Gegengift) – ein unschätzbarer Vorteil, da dieses Spezialserum in vielen Reiseländern oft vergriffen, gefälscht oder gar nicht lieferbar ist.

Betroffene Regionen

Globale Tollwut-Risikogebiete: 

Wo die Impfung unverzichtbar ist: 

Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben weltweit jährlich rund 59.000 Menschen an einer Rabies-Infektion – über 95 % dieser Todesfälle entfallen auf Asien und Afrika. Das weltweite Hauptepidemiegebiet ist Indien, auf das rund ein Drittel aller globalen Todesfälle zurückzuführen ist. Auch in beliebten Reisezielen Süd- und Südostasiens bleibt das Expositionsrisiko hoch: Insbesondere auf Bali (Indonesien), in Vietnam, auf den Philippinen sowie in Teilen Thailands zirkuliert das Tollwutvirus weiterhin endemisch in der Tierpopulation (vor allem bei streunenden Hunden, Katzen und Affen).

Hier die Länderliste Tollwut der CDC

Achtung!

In abgelegenen Urlaubsgebieten ist oft kein Tollwutimpfstoff vorrätig, daher ist es besser sich vor der Reise zu impfen. 
Einen persönlichen Impfplan für Ihre Reise erhalten Sie in der Tropenordination Wien.

Weitere Informationen zur Tollwut

Fakten zur Tollwut: Was Reisende wissen müssen

  • Höchste Letalität: Solange keine Symptome auftreten, ist Tollwut durch eine Impfung zu 100 % verhinderbar – sobald jedoch die ersten neurologischen Symptome sichtbar werden, verläuft die Erkrankung nahezu zu 100 % tödlich.
  • Historischer Wendepunkt: Bis ins späte 19. Jahrhundert war ein Tollwut-Kontakt ein sicheres Todesurteil. Dies änderte sich erst 1885, als Louis Pasteur erfolgreich das erste post-expositionelle Impfprotokoll an einem Menschen anwandte.
  • Globale Krankheitslast: WHO-Schätzungen zufolge sterben weltweit jährlich rund 59.000 Menschen an Tollwut, wobei über 95 % der Fälle in Asien und Afrika registriert werden.
  • Hauptüberträger: Über 99 % dieser tödlichen Infektionen beim Menschen werden durch den Biss infizierter Hunde verursacht, obwohl weltweit auch Fledermäuse, Wildtiere und Affen relevante Vektoren sind.
  • Zeit ist Leben: Die variable Inkubationszeit (Wochen bis Monate) darf nicht über die Dringlichkeit hinwegtäuschen. 
  • Präventionsstrategie: Ein verlässlicher Schutz besteht nur durch die Kombination aus Vorsorge-Impfung (Prä-Exposition) vor der Reise und der sofortigen, korrekten Behandlung nach einem Tierkontakt (Post-Expositions-Prophylaxe, PEP) vor Ort.

 

Mehr Infos finden Sie auf der WHO-Seite über Tollwut.

Tollwut bei Hunden

Hinweis & Datenschutz: Mit dem Abspielen dieses Videos wird eine Verbindung zu den Servern von YouTube (Google Ireland Limited) aufgebaut. Dabei werden Daten (wie Ihre IP-Adresse) an YouTube übermittelt. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.


Video von African Veterinary Information Portal (AfriVIP) auf YouTube hochgeladen

FAQ