Impfungen für Namibia
Ob die Dünen der Namib oder Safaris im Etosha-Nationalpark: Namibia fasziniert durch unberührte Natur, erfordert reisemedizinisch jedoch eine genaue Vorbereitung. Je nach Reiseroute und Saison stehen neben den Standardimpfungen vor allem Schutzimpfungen gegen Hepatitis A, Typhus und Tollwut sowie eine gezielte Malariaprophylaxe für den Norden im Fokus.
Vereinbaren Sie idealerweise 4 bis 6 Wochen vor Reiseantritt einen Termin in unserer Wiener Ordination für Ihren individuellen Impfplan.

Österreichischer Impfplan
Vor einer Reise nach Namibia sollten Sie prüfen, ob Ihre Standardimpfungen noch aktuell sind. Bringen Sie Ihren Impfpass einfach zu uns in die Tropenordination mit, wir werfen einen Blick darauf. Folgende "normale" österreichische Impfungen sollten überprüft werden:
- Tetanus, Polio, Diphtherie, Keuchhusten
- Masern, Mumps, Röteln
- Hepatitis B
- je nach Alter auch HPV, Pneumokokken etc.
Bei Unklarheiten können wir in der Tropenordination auch Bluttests durchführen, um den bestehenden Impfstatus zu überprüfen. Dank Kombinationsimpfungen können wir durch zwei Impfungen alle "Kinderimpfungen" auffrischen.
Empfohlene Reiseimpfungen für Namibia
Malaria
In den meisten touristischen Gebieten Namibias, darunter Windhoek, Swakopmund und die Namib-Wüste, besteht kein Malaria-Risiko. Malaria tritt hauptsächlich während der Regenzeit von November bis Juni in den nordöstlichen Regionen des Landes auf, insbesondere im Caprivi-Streifen und im Okavango-Delta.
Je nach Reiseroute wird eine Malariaprophylaxe für Namibia empfohlen.
Hepatitis A
Die Hepatitis A ist in Namibia verbreitet, besonders in Regionen mit niedrigen Hygienestandards. Übertragen wird sie meist über verunreinigte Lebensmittel oder Wasser. Die Leberentzündung äußert sich durch grippeähnliche Symptome und kann Gelbsucht auslösen.
Typhus
Typhus kann in Namibia auftreten, besonders in ländlichen Gebieten mit niedrigen Hygienestandards. Die Impfung wird nach individueller Risikobewertung empfohlen.
Tollwut
Die Tollwut ist in Namibia ein relevantes Risiko, da streunende Hunde und Wildtiere wie Schakale oder Fledermäuse als Überträger fungieren. Eine Impfung wird dringend empfohlen, besonders bei längeren Aufenthalten oder Reisen abseits der Städte.
Hepatitis B
Die Hepatitis B wird durch Blut oder Körperflüssigkeiten übertragen – etwa bei medizinischen Eingriffen, ungeschütztem Geschlechtsverkehr oder unsauberen Tätowierungen. Die Infektion kann chronisch werden und die Leber dauerhaft schädigen.
Meningokokken
ZurMeningokokken-Meningitis kommt es in Namibia vor allem während der Trockenzeit von Mai bis Oktober.
Eine Impfung wird für Reisende empfohlen, die häufig engen Kontakt zur einheimischen Bevölkerung Namibias haben.
Gelbfieber
Für eine Direktanreise aus Europa (Deutschland, Österreich, Schweiz) ist eine Gelbfieberimpfung für Namibia nicht vorgeschrieben, da Namibia selbst gelbfieberfrei ist. Gesetzlich verpflichtend ist ein Nachweis nach den Internationalen Gesundheitsvorschriften (IHR) nur unter bestimmten Bedingungen:
- Voraufenthalt in Endemiegebieten: Wenn Sie innerhalb der letzten Tage vor Ankunft aus einem von der WHO ausgewiesenen Gelbfieber-Risikogebiet (Teile des tropischen Afrikas oder Südamerikas) einreisen.
- Flughafentransit: Wenn Sie auf dem Weg nach Namibia einen Transitaufenthalt von mehr als 12 Stunden an einem Flughafen in einem Gelbfiebergebiet (z. B. in Äthiopien oder Kenia) hatten.
- Altersgrenze & Gültigkeit: Die Nachweispflicht gilt für Reisende ab dem vollendeten 9. Lebensmonat. Die Impfung muss mindestens 10 Tage vor Ankunft im offiziellen gelben Impfpass dokumentiert sein und schützt gemäß WHO formal lebenslang.
Wer ohne Zwischenstopp in einem Risikogebiet nach Namibia reist, benötigt die Impfung nicht.
Der richtige Mückenschutz in Namibia
Da in Namibia neben Malaria auch manche virale Erkrankungen durch Mücken übertragen werden, ist ein konsequenter Schutz vor Stichen Ihre wichtigste Verteidigungslinie.
Siehe unser Kapitel über Mückenschutz
Sonstige Gesundheitsgefahren
- Durchfallerkrankungen sind in Namibia ganzjährig und im gesamten Land häufig. Das Leitungswasser hat in Namibia keine Trinkwasserqualität, weshalb nur originalverpackte Getränke oder abgekochtes Wasser konsumiert werden sollten.
- Zur Übertragung der Schlafkrankheit durch Tsetse-Fliegen kam es sporadisch im Norden des Landes im Caprivi-Streifen. Derzeit keine gemeldeten Fälle.
- Baden in stehendem Gewässer stellt ein Risiko für eine Schistosomiasis dar. Die Infektion erfolgt durch Larven des Pärchenegels, die beim Schwimmen durch die Haut eindringen und das vor allem im Okavango- und Caprivi-Streifen.
Daher sollten sie, wenn sie nach einem Urlaub in Namibia erkranken unbedingt von einem Tropenmediziner abgeklärt werden.
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Jede Reise ist einzigartig – und genau so sollte auch Ihre Gesundheitsvorsorge sein. In der Tropenordination in Wien nehmen wir uns Zeit für Sie. Wir besprechen Ihre genaue Reiseroute, berücksichtigen Ihren Reisestil sowie eventuelle Vorerkrankungen und erstellen einen maßgeschneiderten Impf- und Vorsorgeplan für Ihren Traumurlaub in Namibia.
Häufige Fragen (FAQ)
Für eine Reise nach Namibia sollten Sie sich idealerweise mindestens 4 bis 6 Wochen vor Ihrer Abreise um die notwendigen Impfungen kümmern. Der Grund dafür ist, dass einige Impfungen mehrere Dosen im Abstand von Wochen erfordern und der volle Schutz erst nach dieser Zeit erreicht wird.
Reiseimpfungen sind in Österreich grundsätzlich Privatleistungen und werden nicht von den gesetzlichen Krankenkassen (wie der ÖGK) übernommen. Manche privaten Krankenzusatzversicherungen erstatten die Kosten jedoch teilweise oder ganz. Fragen Sie hierzu am besten direkt bei Ihrem Versicherungsberater nach.
Das Malariarisiko (Malaria tropica) in Namibia ist strikt regional und saisonal verteilt:
- Malariafrei / vernachlässigbares Risiko: Die Hauptstadt Windhoek, die Atlantikküste (Swakopmund, Walvis Bay), die Dünen von Sossusvlei, das Naukluft-Gebirge sowie der gesamte Süden (Fish River Canyon) gelten als malariafrei. Hier sind keine Malariatabletten nötig.
- Geringes bis mittleres Risiko (Etosha-Nationalpark & Norden): Im Etosha-Nationalpark sowie in den nördlichen Regionen (Otjozondjupa, Omaheke) besteht vor allem während und kurz nach der Regenzeit (November bis Juni) ein geringes bis moderates Risiko. Meist reicht hier konsequenter Mückenschutz aus; je nach Reisestil kann ein Notfall-Standby-Medikament mitgeführt werden.
- Hohes Risiko (Sambesi-Region / Caprivi-Streifen): Im feuchten Nordosten an den Grenzflüssen zu Angola, Sambia und Botswana herrscht ein ganzjährig hohes Übertragungsrisiko. Für diese Region ist eine medikamentöse Malariaprophylaxe (in der Regel Atovaquon/Proguanil) indiziert.
- Direktflug aus Europa: Bei der direkten Einreise aus Europa besteht keine Impfpflicht.
- Transit & Drittländer: Die namibischen Behörden verlangen einen Nachweis der Gelbfieberimpfung im gelben Impfpass ausschließlich von Personen ab dem 1. Lebensjahr, die aus einem von der WHO gelisteten Gelbfieber-Endemiegebiet einreisen oder dort einen Flughafentransit von mehr als 12 Stunden hatten.
- Kombinationsreisen: Wenn Sie Namibia mit ostafrikanischen Ländern (z. B. Kenia oder Äthiopien) kombinieren, ist das Vorweisen des Zertifikats an den Grenzkontrollen obligatorisch.
Namibia ist das klassische Land für Mietwagen-Rundreisen und Dachzelt-Camping. Das Tollwutvirus zirkuliert weitflächig in der Tierpopulation – neben streunenden Hunden auch bei Wildtieren wie Schakalen, Fledermäusen oder Erdmännchen an Rastplätzen.
- Enorme Distanzen: Außerhalb von Windhoek ist humanes Tollwut-Immunglobulin (RIG) bei einem Notfall im Land de facto nicht verfügbar. Die Fahrzeit zur nächsten vollversorgenden Klinik kann viele Stunden betragen.
- Entscheidender Impfvorteil: Wer vorab grundimmunisiert ist, benötigt nach einer Bissverletzung lediglich zwei Auffrischimpfungen. Die zeitkritische Gabe des extrem schwer beschaffbaren Immunglobulins entfällt vollständig.
In der Tropenordination am Stadtpark (Am Heumarkt 3/1/11, 1030 Wien) erhalten Sie Ihre Reisevorbereitung kompakt in einem einzigen Termin:
- Gezielte Routenanalyse: Wir unterscheiden exakt, ob Ihre Reise durch malariafreie Wüstengebiete oder durch Risikozonen wie die Sambesi-Region führt, und verordnen die passende Prophylaxe.
- Offizielle Gelbfieberimpfstelle: Dokumentation und Impfung für eventuelle Zwischenstopps oder Anschlussflüge.
- Alles lagernd: Sämtliche Reiseimpfstoffe (Tollwut, Hepatitis A, Typhus etc.) sind direkt vor Ort vorrätig.