Masern-Impfung in Wien
Masern gehören zu den ansteckendsten Infektionskrankheiten überhaupt. Eine vollständige Masern-Impfung schützt zuverlässig vor einer Erkrankung und kann schwere Komplikationen wie Lungenentzündung, Gehirnentzündung oder langfristige Folgeschäden verhindern.
- Überprüfung Ihres Impfstatus
- Masern-Nachholimpfung für Erwachsene
- MMR-Impfung (Masern, Mumps, Röteln)
- Beratung für Reisen, Beruf und Familienplanung
Lassen Sie Ihren Masernschutz überprüfen und schließen Sie bestehende Impflücken rechtzeitig.
Impfung & Schutz
Die Masern-Impfung ist ein Lebendimpfstoff und wird in Österreich als Kombinationsimpfung gegen Masern, Mumps und Röteln (MMR) verabreicht. Bereits nach der ersten Impfung besteht bei vielen Personen ein Schutz, nach zwei dokumentierten Impfungen wird bei über 95% der Menschen ein langfristiger und zuverlässiger Schutz erreicht.
Die Impfung ist für alle ab 16 gratis in der Tropenordination.
Betroffene Regionen
Masern weltweit und in Europa: Ein unterschätztes Reiserisiko
Masern gehören zu den ansteckendsten Infektionskrankheiten weltweit. Da die Durchimpfungsraten in vielen Regionen unter die kritische Schwelle von 95 % gefallen sind, kommt es international und direkt vor unserer Haustür vermehrt zu schweren Ausbrüchen:
- Risiko in Europa: Masern betreffen längst nicht mehr nur Entwicklungsländer. Deutliche Fallzahl-Anstiege und Ausbrüche betreffen Länder wie Rumänien, Großbritannien, Italien und Frankreich, aber auch den DACH-Raum. Bereits eine kurze Städtereise oder der Aufenthalt an überfüllten Flughäfen birgt bei unvollständigem Impfschutz ein relevantes Ansteckungsrisiko.
- Weltweite Risikogebiete: Hohe Inzidenzen bestehen unverändert in Südasien (z. B. Indien, Pakistan), Teilen Subsahara-Afrikas (u. a. DR Kongo, Nigeria) sowie in Regionen Lateinamerikas. Auch in den USA und Kanada treten regelmäßig Ausbrüche in Gemeinschaften mit niedriger Impfquote auf.
- Hohe Ansteckungsgefahr: Das Masernvirus wird über kleinste Schwebepartikel (Aerosole) beim Atmen, Sprechen oder Husten übertragen. Die Viren verbleiben bis zu zwei Stunden nach Verlassen einer infizierten Person infektiös im Raum. Ungeimpfte Personen infizieren sich nach Kontakt zu fast 100 %.
- Der Reiseschutz (MMR-Impfung): Zwei dokumentierte Impfungen mit dem Masern-Mumps-Röteln-Kombinationsimpfstoff (MMR) bieten einen lebenslangen, über 97-prozentigen Schutz. Vor jeder Reise – auch innerhalb Europas – sollte der Impfpass überprüft werden; fehlende Dosen können jederzeit im Erwachsenenalter nachgeholt werden.
Weitere Informationen zu Masern
Eine der ansteckendsten Krankheiten der Menschheitsgeschichte
Masern begleiten den Menschen vermutlich seit Jahrhunderten. Das Virus ist so ansteckend, dass sich in einer ungeimpften Bevölkerung nahezu jede Person im Laufe ihres Lebens infiziert. Schon bevor die ersten Impfstoffe entwickelt wurden, gehörten Masern weltweit zu den häufigsten Kinderkrankheiten und forderten jedes Jahr Millionen von Erkrankten und zahlreiche Todesopfer.
Warum sind Masern so ansteckend?
Masern werden durch Tröpfchen und Aerosole übertragen. Eine erkrankte Person kann das Virus bereits verbreiten, bevor der typische Hautausschlag sichtbar wird. Das Virus kann zudem noch längere Zeit in der Raumluft verbleiben. Deshalb genügt oft bereits ein kurzer Aufenthalt im selben Raum, um sich anzustecken.
Mehr als nur ein Hautausschlag
Viele Menschen verbinden Masern vor allem mit Fieber und roten Flecken auf der Haut. Tatsächlich handelt es sich jedoch um eine ernstzunehmende Infektionskrankheit. Neben dem typischen Ausschlag können Lungenentzündungen, Mittelohrentzündungen und Gehirnentzündungen auftreten. Besonders gefährdet sind Säuglinge, Schwangere und Menschen mit geschwächtem Immunsystem.
Der Virus, der das Immunsystem „vergessen“ lässt
Eine faszinierende Besonderheit der Masern ist die sogenannte Immunamnesie. Nach einer durchgemachten Infektion kann das Virus Teile des „Gedächtnisses“ des Immunsystems löschen. Dadurch sind Betroffene in den Monaten nach der Erkrankung anfälliger für andere Infektionen, gegen die sie zuvor bereits geschützt waren.
Eine seltene, aber gefürchtete Spätfolge
Nur wenige Menschen kennen die subakute sklerosierende Panenzephalitis (SSPE). Dabei handelt es sich um eine seltene, aber nahezu immer tödlich verlaufende Gehirnerkrankung, die Jahre nach einer durchgemachten Maserninfektion auftreten kann. Besonders gefährdet sind Kinder, die bereits im frühen Lebensalter an Masern erkrankt sind.
Masern heute: Noch immer ein globales Problem
Trotz einer hochwirksamen Impfung sind Masern weltweit nicht verschwunden. In vielen Ländern Europas und auch in beliebten Reisedestinationen kommt es immer wieder zu Ausbrüchen. Ursache sind meist Impflücken in der Bevölkerung. Da Masern zu den ansteckendsten Infektionskrankheiten gehören, reichen bereits wenige ungeschützte Personen aus, damit sich das Virus erneut ausbreiten kann.
Die Erfolgsgeschichte der Masern-Impfung
Die Einführung der Masern-Impfung zählt zu den größten Erfolgen der modernen Medizin. In Ländern mit hoher Impfquote konnten Erkrankungen und Todesfälle dramatisch reduziert werden. Die heute verwendete MMR-Impfung (Masern-Mumps-Röteln) bietet nach zwei Impfungen einen sehr zuverlässigen und langfristigen Schutz.
Krankheiten mit ähnlicher Verbreitung
- Windpocken
- Pertussis (Keuchhusten)
- Mumps
FAQ
Da es sich um einen Lebendimpfstoff handelt, ist neben den üblichen lokalen Reaktionen wie Überwärmung, Schmerzen und Schwellung auch mit Fieber und grippeähnlichen Symptomen zu rechnen. Zusätzlich kann ein Hautausschlag ähnlich dem Masernbild auftreten, der nicht ansteckend ist.
Masern werden extrem leicht durch Tröpfcheninfektion übertragen – schon wenn eine infizierte Person hustet, niest oder sogar nur spricht, gelangen die Viren über die Luft in den Raum und können von anderen eingeatmet werden.
Die Impfung ist ein Bestandteil des österreichischen Impfplans, sodass jedes in Österreich geborene Kind gegen diese Erkrankung zweimal im Abstand von mindestens 4 Wochen geimpft wird. Da es viele Österreicher mit „Impflücken“ gibt, ist es wichtig vor allem bei Personen mit Geburtsjahr nach 1968 den Impfschutz zu überprüfen und gegebenenfalls entsprechend nachzuimpfen.
Österreich hat eine niedrige Impfquote, die im internationalen Vergleich – auch im Vergleich zu einigen Ländern mit geringerem Einkommen – verbessert werden könnte.
Masernimpfung vor der Reise: Fristen und Last-Minute-Schutz
Masernviren sind extrem ansteckend. Schon eine kurze Überprüfung des Impfpasses vor Reiseantritt schützt vor einer Infektion im Urlaub oder an belebten Verkehrsknotenpunkten wie Flughäfen:
- Schneller Schutz nach der ersten Dosis: Eine einzige Impfung mit dem MMR-Lebendimpfstoff schützt bereits nach 10 bis 14 Tagen zu etwa 93 bis 95 % zuverlässig vor einem Krankheitsausbruch. Planen Sie daher idealerweise mindestens zwei Wochen Vorlauf vor der Abreise ein.
- Vollständiger Schutz braucht zwei Dosen: Um die Schutzwirkung auf über 97 % zu steigern und lebenslange Immunität zu erreichen, sind zwei dokumentierte Impfungen erforderlich. Der Mindestabstand zwischen beiden Dosen beträgt 4 Wochen.
- Keine Absage für Kurzentschlossene: Selbst wenn bis zum Abflug keine 4 Wochen mehr verbleiben oder Ihr Impfstatus unklar ist, sollten Sie die Impfung noch kurzfristig wahrnehmen. Dosis 1 bietet den entscheidenden Sofortschutz für die Reise; die zweite Dosis erhalten Sie unkompliziert nach Ihrer Rückkehr.
- Wer sollte nachimpfen? Alle Personen (insbesondere nach 1968 Geborene), die in der Kindheit nicht oder nur einmal geimpft wurden oder ihren Impfpass verloren haben.